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Wirtschaftsethik - Kernpunkte:

  • Grundlegende philosophische Aspekte des Wirtschaftens wie (Neo-)Liberalismus, Theorie des Marktes (siehe auch Markt).

  • Ethische Aspekte der Ökonomie: Gerechtigkeit, Fairness, Freiheit, Gleichheit, Neid.

  • Beispiele von Unternehmen, die ethisch agieren wollen.

Zahl der Artikel im Archiv pro Jahr
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Eigene publizierte Artikel zum Thema:

  • (bislang keine)

Stand des Nachdenkens

FOLGT

 

NZZ 23.11.18

Unternehmen sollten ihre soziale Verantwortung nicht dadurch wahrnehmen, indem sie Aufgaben übernehmen, die eigentlich der Staat übernehmen soll.

NZZ 14.11.18

Wie Novartis via Chefjuristin voll auf Compliance setzt, um Ethik durchzusetzen.

NZZ 02.07.18

Vom ethischen Wert des Eigentums - eine Widerrede gegen Marx.

NZZ 13.06.18

Warum die Konzernverantwortungsinitiative falsch ist: sie überdehnt die Verantwortung der Akteure.

NZZ 30.05.18

Wie mit komplexen Regeln zur Bevorteilung von Schwarzen in der Wirtschaft Südafrikas Gleichheit geschaffen werden soll.

NZZ 30.08.17

Der letzte Artikel in der Achtsamkeits-Serie: Menschen sind (natürlich) nicht nur eigennützig.

NZZ 23.08.17

Zur wirtschaftsethischen Bedeutung der Förderung von Achtsamkeit in Unternehmen.

NZZ 28.07.17

Schulung in Achtsamkeit wird ein Managements-Trend.

NZZ 26.07.17

Die Kreditkarten-Firmen verdienen an jenen, welche sich überschulden.

NZZ 08.04.17

Die Konzernverantwortungsinitiative fusst auf einer "Wächter-Ethik" und einem überholten Bild der Ausbeutung der Dritten durch die erste Welt.

NZZ 17.03.17

Der Korruptionsfall Odebrecht erklärt.

Handelszeitung 16.02.17

Mittels Big Data will Credit Suisse die Mitarbeiter überwachen und kriminelles Verhalten entdecken. Dadurch will die Bank von den Regulierungs-Fesseln teilweise befreit werden.

NZZ 14.02.14

Zur Rolle der Integrität von Angestellten für den Erfolg eines Unternehmens.

NZZ 14.02.17

Der Korruptionsfall des Bankers Odebrecht durchzieht praktisch ganz Südamerika (er hat fast alle bestochen)

NZZ 04.02.17

Zu negativen Auswirkungen von Werbe-Boykotten.

NZZ 19.12.16

Warum die Christen den Kapitalismus eigentlich mögen sollten.

NZZ 13.12.16

Wie sich in Tunesien gegen den Widerstand des Staates eine Wirtschaft von Unten entwickelt hat.

NZZ 18.11.16

Die Lebensgeschichte eines (drangsalierten) Unternehmers in der DDR.

NZZ 08.11.16

Zu den enormen praktischen Schwierigkeiten der Umsetzung der so genannten Konzernverantwortungsinitiative.

NZZ 01.11.16

Eine Erinnerung an den ethischen Wert des Eigentums.

NZZ 28.10.16

Ein Unternehmen, das zwischen Whistleblowern und Unternehmen vermittelt.

NZZ 24.10.16

Viele Unternehmen rechnen das moralische Versagen bereits in die Risikokalkulation ein - der Skandal ist schon eingepreist.

NZZ 14.07.16

Ein Wirtschaftsethiker gegen die simple Gleichsetzung von Gerechtigkeit mit Umverteilung.

NZZ 07.07.16

Zur Logik virtueller Kampagnen gegen Unternehmen.

NZZ 25.06.16

Warum Bonuszahlungen das moralische Fundament der Kooperation in Unternehmen unterspülen.

NZZ 06.05.16

Eine Fokussierung auf staatliche Sozialhilfe unterminiert die Möglichkeiten der Zivilgesellschaft.

NZZ 30.04.16

In der Literatur grassieren globalisierte Kapitalismus-Klischees - letztlich ein Armutszeugnis der Verständniskraft moderner Literatur.

NZZ 07.04.16

Nicht wenige Offshore-Konten fallen wohl unter den Begriff der finanziellen Selbstverteidigung gegen korrupte Staaten und erlauben Unternehmen das halbwegs ethische funktionieren in schlechten bedingungen - wenn man diese Lösungen bekämpft, dann unterstützt man indirekt das Böse.

NZZ 18.03.16

Das Compliance-Denken verseucht die Bankenwelt mit einer enormen Regulierungsdichte, so dass der gesunde Menschenverstand und die klassischen Tugenden auf der Strecke bleiben.

NZZ 18.03.16

Warum die Durchdringung der Wirtschaft mit Ethik und Fördermassnahmen den Menschen entmündigt.

NZZ 18.02.16

Wie Compliance Firmenkulturen verändert (nicht unbedingt zur zum Besten).

NZZ 28.01.16

Ein gemeinnütziges Programm von Novartis ist so ausgelegt, dass es langfristig auch Profit bringt (eine Voraussetzung, dass es dann auch wirklich funktionieren wird).

NZZ 26.01.16

Korruption ist weiterhin ein Riesenproblem in Kenya.

NZZ 13.01.16

Wie man in Firmen Mitarbeiter in die Entscheidungsfindung einschliessen kann bis hin zur Abwahl des Chefs.

NZZ 06.01.16

Gemäss einer Meta-Analyse würden Unternehmen mit besserer Corporate Social Responsibility nicht mehr Profit abwerfen.

NZZ 24.12.15

Zu den trends von Unternehmen, so genannte Nachhaltigkeitsberichte zu veröffentlichen.

NZZ 23.12.15

Zur Forschung von Ökonomen zum Thema Leadership - da wird meines Erachtens viel durcheinandergewirbelt: die experimente eignen sich nicht, um die im Text genannten Beispiele von Staatsführern zu verstehen.

NZZ 21.12.15

Papst Franziskus setzt den falschen Fokus bezüglich Armutsbekämpfung: Man muss den Armen Eigentumsrechte geben.

NZZ 19.12.15

Ein erneutes Beispiel für die ehtischen Kollatralschäden staatlicher lenkung in Schweden: die regulierten Mietpreise in Schweden zerstören den Markt und schaffen massive Ungerechtigkeiten im Namen der Gleichheit.

NZZ 16.12.15

Wie Wirtschaftsunternehmen das Prinzip der Nachhaltigkeit verinnerlichen sollen.

NZZ 16.10.15

Interessantes Interview zur Frage, warum ausgerechnet die Linken das Glück und die Gerechtigkeit immer wieder monetarisieren wollen.

NZZ 28.02.15

Warum der Kulturwandel in der Bankenwelt so schleppend vorangeht.

NZZ 06.02.15

Kritische Gedanken zum Erfolgszwang in der heutigen Gesellschaft.

NZZ 05.02.15

Die eklatanten Fehler von Piketty: er rechnet einfach die französischen zahlen hoch, wenn zu einem Land Daten fehlen. Er missdeutet zudem die Aufstände der letzten Jahre (z.B. arabischer Frühling): es handelt sich nicht um einen Aufstand der Armen, sondern um einen Aufstand der um ihre Rechtssicherheit gebrachten Kleinunternehmer, die man daran hindert, etwas aus ihrem Leben zu machen.

NZZ 12.01.15

Eine Kontroverse zur Frage, inwieweit Gewinnstreben sozial ist.

NZZ 29.08.14

Wie sich die United Fruit Company (Heute Chiquita) zu einem Vorzeigeunternehmen gewandelt hat, bei dem die Leute gerne arbeiten.

NZZ 28.07.14

Wirtschaftskriminalität wird überschätzt, weil die Studien zu Wirtschaftskriminalität von den Beratungsunternehmen gegen Wirtschaftskriminalität stammen.

NZZ 14.07.14

Zur Säkularisierung des Fluchs auf den Wohlstand in der heutigen Zeit. Spenden an WWF etc. sind dann der Ablass.

Eine Welt 02/14

Eine Übersicht zum Thema Korruption weltweit.

NZZ 11.06.14

Wie Erkenntnisse der Verhaltensökonomie Eingang finden in die Beurteilung von Gesetzen.

NZZ 11.06.14

Beispiel einer staatlichen Umerziehungskampagne in Zürich.

NZZ 31.05.14

Interessante Gedanken zum Zusammenhang Bruttoinlandprodukt und sozialer Fortschritt.

NZZ 13.05.14

Wir kritisieren Einkaufzentren oft - aber in Schwellenländern sind die Orte der Sicherheit. Interessanterweise sind sie in den USA nun immer mehr Orte des Niedergangs.

NZZ 10.03.14

Zur Pflicht, Finanzberatungsgespräche zu protokollieren. Doch wie macht man das? Und was passiert bei Widersprüchen?

NZZ 07.03.14

Ein Blick auf das Goldraffinierie-Geschäft und wie man hier versucht, "Blutgold" fern zu halten.

NZZ 28.01.14

Beispiele von Unternehmen, die den Begriff der "Fairness" ernst nehmen.

Unimagazin 03/13

Bericht zur Forschung von Carmen Tanner: Geschützte Werte in der Wirtschaft

Unipress 153/12

Zu den historischen Hintergründen der Schweizer Abneigung gegen Abzocker (Korporationen, Genossenschaften).

NZZ 03.06.11

Kontroverse beurteilung der Frage, inwieweit Firmen (aktiv) zum Gemeinwohl beitragen sollen.

NZZ 06.12.10

Zu den nun schon seit Jahrzehnten laufenden Debatten über ein bedingungsloses Grundeinkommen (ein solches darf es nur implizit geben: eine Überlebens-Versicherung durch den Staat).

NZZ am Sonntag 14.11.10

Ein richtiger Satz: Gerecht ist nicht eine Gesellschaft, die (zu viel) umverteilt, sondern eine, die nimandem am sozialen Aufstieg hindert.

NZZ 25.09.10

Der UBS-Banker Wuffli zu seinem neuen Buch über Freiheit und Ethik.

NZZ 28.05.10

Die Beobachtung, dass die Wettbewerbsbehörden in der Schweiz sowohl als politische Regelgeber als auch Richter wirken.

NZZ 28.04.10

Der Fall Goldmann-Sachs sei ein Fanal zur Bedeutung der Reputation für Unternehmen (und damit auch für die Wirtschaftsethik).

NZZ 13.04.10

Wie sich die Wissenschaft vermehrt mit dem Stiftungswesen auseinandersetzt (also wie Leute zu Philanthropen werden und wie Stiftungen funktionieren sollten).

NZZ 03.04.10

Höffe diskutiert die Frage, was ein "verantwortlicher Wirtschaftsführer" ist.

NZZ 28.11.09

Ein Basler Symposium präsentiert einen globalen Wirtschaftsethos (um Küng).

NZZ 09.09.09

Ein kurzer Überblick über Möglichkeiten zur Ethik-Weiterbildung für Wirtschaftsleute und Manager in der Schweiz.

Weltwoche 27/09

Blochers einseiter zur Wirtschaftsethik - etwas gar dünn, auch denn die Beobachtung der Falschheit einer Trennung zwischen "Wirtschaft" und "Ethik" sicher stimmt. aber sonst ist er ein Moralist wie jene, die er kritisiert.

NZZ 24.06.09

Sehr interessante Erörterungen von Thomä zum Verantwortungsbegriff im Kontext der Wirtschaftskrise. Kaiser's Ausführungen sind da schon weniger originell (hat aber Infos zum nachhaltigen Investieren). In der gleichen Ausgabe sollte man auch die Beobachtung von Vontobel beachten, wie Inder in Kenia enteignet und ausgeschafft wurden - um solche (ethischen!) Probleme geht es beim Bankgeheimnis (und das kann dann faktisch nur durch globale Banken wahrgenommen werden, die ausserhalb des Einflussbereichs repressiver Staaten stehen).

NZZ 20.06.09

Wie die Idee der "sozialen Gerechtigkeit" Deutschland immer mehr befällt - obgleich die Umverteilung jetzt schon enorm ist (knapp die Hälte der Leute zahlt keine Einkommenssteuer): ein Paradebeispiel dafür, wie wenig Fakten in wirtschaftsethischen Debatten ausrichten können.

NZZ 05.06.09

Eine Beurteilung von Entschädigungsregeln für Verwaltungsräte und Managern.

NZZ 04.06.09

Die Beurteilung der neuen Finma-Regeln für Vergütungssysteme.

NZZ 03.06.09

Die Probleme an den Finanzmärkten sind primär einmal Ausdruck von zu viel Vertrauen (und nicht von zu wenig).

NZZ 27.05.09

Zur Frage, wie die Führungskräfte der Zukunft aussehen sollten: Appell an deren Moralbewusstsein.

NZZ 20.05.09

Die Verletzung der Corporate Governance werde in Krisenzeiten eher geduldet, so Ernst & Young (eine Befragung unter angestellten und unterem Kader).

NZZ 13.05.09

Ein Plädoyer für Wissenschaftsfreiheit im Nachgang des Falls Thielemann.

NZZ 12.05.09

Wie man Corporate Governance auch bei kleinen Unternehmen quantifizieren will.

NZZ 08.05.09

Warum variable Entlöhungen besser (und ethischer) seien als Fixlöhne. Die Frage ist nämlich: wie gestaltet man diese Variabilität?

NZZ 08.05.09

Die Idee des Global Compact (Unternehmen verpflichten sich gegenüber der UNO zu fairem und umweltgerechtem Handeln) am Beispiel von Néstlé.

NZZ 06.05.09

Vertrauensverlust solle man nicht durch Regulierungen, sondern durch die Rückbessingung auf Tugenden begegnen (Regulierung und Tugenden hängen aber zusammen, wenn richtig verstanden).

NZZ 22.04.09

Gedanken von Höffe zu den Manager-Gehältern. Es gibt auch moralische Kriterien zur Abmessung von deren Höhe (und diese sind weit enger mit einem kulturell angereicherten Marktebgriff verbunden, als man heute meint).

NZZ 17.04.09

Eben auch ein ethisches Problem: die (unethische) Ausgestaltung des Steuersystems am Beispiel Deutschlands.

Weltwoche 16/09

Köppel: Wirtschaftsethik ist das traurige Nebenprodukt einer geistig verarmten Ökonomie: in der Tat kurz und brillant argumentiert.

NZZ 11.04.09

Bankgeheimnis und Verrat - einige interessante Gedanken dazu (und der Wortlaut der relevanten Passagen im Gesetz).

NZZ 08.04.09

Blick auf die "Thielmann-Affäre". Rausschmiss wäre mit Sicherheit falsch (auch wenn ich vom Bauchgefühl vermute, dass die Thielmann-Thesen zur Wirtschaftsethik generell die Sache falsch sehen).

NZZ 07.04.09

Beispiel eines Geldwäschefalls in der Schweiz - detailliert nachgezeichnet.

NZZ 14.03.09

Juristisches Zur Unterscheidung Steuerbetrug und Steuerhinterziehung (natürlich gibt es hier eine Grauzone).

NZZ 05.03.09

Einmal einige harte Fakten zum so genannten Bankgeheimnis, wo übrigens Steuerhinterziehung nicht straffrei ist (nur nicht strafrechtlich, sondern via Verwaltungsrecht geahndet wird).

NZZ 26.02.09

Zur Rolle des Betrugs in den Märkten, der durch zunehmende Regulierung nicht eliminiert werden kann (und ein anderer Gedanke: zunehmende Regulierung könnte ein Treiber des Konzentrationsprozesses im Bankenwesen sein, weil man immer mehr entsprechende Expertise braucht, was eine kritische Grösse verlangt).

NZZ 21.02.09

Zur Debatte um Managerlöhne: Manager sollten symmetrisch auch an Verlusten partizipieren (an sich noch schwierig, sie sind ja nur Angestellte. Eher: nur Anteil an langfristigen Gewinnen, entlassen wenn unfähig und dann auch keine Abgangsentschädigungen).

NZZ 18.02.09

Warum die Management-Gehälter auch künftig weiter steigen würden. doch die Grafieken zeigen eher, dass es eben keinen Markt für Manager gibt: sobald "Profis" (Ausschüsse und dergleichen) bei der Lohndefinition eingebunden werden, steigen die gehälter (und diese "Profis" sind ja auch Leute, die ihrerseits von diesem System profizieren - und deshalb werden diese gewiss keine tiefen Löhne sprechen).

NZZ 10.02.09

Wohl auch eine wirtschaftsethische Frage: der Einfluss von Hilfsorganisationen auf die Volkswirtschaft der betroffenen Länder - besonders extrem am Beispiel Kosowo. so werden Parallelstrukturen geschaffen.

NZZ 26.01.09

Porträt einer Figur, die man zur neuen ethischen Leitfigur der Wirtschaft emporstilisieren will: der Patron, vorsichtig agierend, sparsam, ganz seinem Unternehmen verpflichtet.

NZZ 09.01.09

Sollte vielleicht auch ein Fokus der Wirtschaftsethik werden: die Family-offices, welche die Vermögen der Reichen verwalten. Wie arbeiten diese Leute?

NZZ 29.12.08

Über Selbstbeschränkung und Wirtschaftsethik: ein historischer Blick zeigt, dass das Wirtschaften nie nur unter dem Blickwinkel der Gier ethisch betrachtet wurde.

NZZ 22.12.08

Die Finanzkrise stellt Förderstiftungen vor grosse Herausforderungen: vielleicht muss man sich von der Idee verabschieden, dass solche Stiftungen nur den Kapitalertrag ausschütten können. Generell wäre es besser, solchen Stiftungen nur eine endliche Lebenszeit zuzugestehen - auch wenn dann der Name des Stifters halt auch verschwindet (ist das wirklich eine so grosse Motivation?).

NZZ 20.12.08

Beurteilung der Frage, inwieweit die Finanzkrise auch eine Vertrauenskrise ist.

Pressetext 11.12.08

Gemäss einer Umfrage in Deutschland, Österreich und der Schweiz werde bei der Besetzung von Führungspersonen zunehmend auf Ethik geachtet (was immer das heisst).

NZZ 18.11.08

Bei der Beurteilung der Bonus-Frage muss man auch den rechtlichen Spielraum der Firmen in dieser Frage berücksichtigen: der ist kleiner, als man denkt.

NZZ 15.11.08

Zur Frage, wer corporate governance durchsetzen soll: der Verwaltungsrat, wird hier gesagt (und nicht die Aktionäre).

NZZ 15.11.08

Zu den Exzessen der Kapitalismuskritik in Deutschland (mit dem zentralen Hinweis, dass es "den Kapitalismus" nicht gibt). Der Begriff ist in der Tat weit weniger theoretisch geschärft als etwa "Sozialismus", da (so meine Vermutung) schon von Beginn weg als ideologischer Kampfbegriff geprägt worden (nach dem Motto: alles was schlecht ist, ist Kapitalismus). "Kapitalismus" ist kulturell offener.

NZZ 08.11.08

Die Kulturgeschichte der Börsenspekulation und deren Beurteilung.

NZZ 08.11.08

Warum die Finanzkrise auch Staatsversagen sei. Aber all diese Diskussionen zeigen: Die Dichotomie Staat-Markt ist dem Problem nicht angemessen.

NZZ 04.11.08

Ein Vorschlag, wie künftig mit Informationsprivilegien von Grossaktionären und den Regeln für den Verwaltungsrat umgegangen werden soll.

NZZ 27.10.08

Eine kurze Philosophie des Geldes (von deutschen Philosophen Georg Simmel).

NZZ 23.10.08

Das Bonussystem der UBS ist nicht so einfach, wie man denkt: es bestraft durchaus auch und man muss auch langfristig UBS-Aktien halten. Das erschüttert aber auch das durch das Bonussystem gestützte Erklärungsmuster hinsichtlich der Entstehung der Risikobereitschaft, da müsste man weiter denken.

NZZ 15.10.08

Gedanken zu Betrug und Vertrauen in der Börsenwelt.

NZZ 10.10.08

Der Begriff der Gier allein erklärt nicht, das derzeit auf den Finanzmärkten geschieht (natürlich nicht).

NZZ 12.09.08

Bericht über ein Treffen liberaler Gesellschaftstheoretiker, welche auf den technologischen Fortschritt setzen.

NZZ 26.08.08

Was es konkret bedeutet, dass Unternehmen die Menschenrechte respektieren sollen.

NZZ 19.06.08

Reprik von Sprenger auf die Thesen von Höffe.

NZZ 11.06.08

Ein interessantes Argumentarium, warum es so etwas wie Beihilfe zur Steuerhinterziehung nicht gebe (abgesehen vom klaren Steuerbetrug und der Geldwäsche).

NZZ 30.05.08

Ein Dossier zum Thema Unternehmenskultur und zur Frage, inwieweit sich eine solche rein wirtschaftlich gesehen lohnt.

NZZ 24.05.08

Zwei Jungökonomen mit wirtschaftsethischen Thesen hinsichtlich der Bedeutung der Moral für das Wirtschaften.

NZZ 17.05.08

Ottfried Höffe zum Begriff der sozialen Verantwortung von Unternehmen.

NZZ 29.03.08

Zur Bedeutung des so genannten Leistungsfähigkeitsprinzip bei der Bemessung der Steuerhöhe.

NZZ 15.03.08

Plädoyer für das Primat von Abwehrrechten gegenüber sozioökonomischen Rechten: denn nur eine freiheitliche Wirtschaftsordnung kann jenen Wohlstand erreichen, der für die Realisierung sozioökonomischer Rechte nötig sei.

NZZ 26.02.08

Zur Problematik der Steuerhinterziehung am Beispiel Deutschlands.

NZZ 20.12.07

Wie Hedge-Funds zunehmend Einfluss auf das Management von Unternehmen haben wollen, deren Aktien sie besitzen.

NZZ 06.12.07

Wie sich der Bananenkonzern Dole in Zentralamerika um einen guten Ruf bemüht.

NZZ 13.11.07

Zur Art und Weise, wie man die Glaubwürdigkeit von Labels schützen kann.

NZZ 02.11.07

Wie man Kosten und Nutzen sozialer Nachhaltigkeit bestimmen kann.

NZZ 01.11.07

Die Bewertung von Unternehmen bezieht zunehmend immaterielle Werte mit ein (unter anderem den Ruf und die Reputation eines Unternehmens).

Unipress 134/07

Zur Frage so genannten Lohnexzesse und wer dagegen ankämpfen soll.

 03.07.07

Ergänzung des Swiss Code um goldene Fallschirme und andere Manager-Exzesse zu verhindern.

NZZ am Sonntag 17.06.07

Interessante Hinweise auf Geschäftspraktiken der NGOs: Spendengelder werden gehortet, "Mitglieder" gesucht (Greenpeace), obwohl diese Organisationen kein Verein sind. Ein weiterer Artikel thematisiert den wachsenden Widerstand der Aktionäre gegen die hohen Gehälter von Managern trotz schlechter Leistung.

NZZ 12.06.07

Offenbar besuchen mehr Manager in der Schweiz Kurse in Wirtschaftsethik (sollte man aber mal genauer zählen).

NZZ 04.05.07

Eigentlich auch ein Thema der Wirtschaftsethik: die Unterstützung von Regimes mittels Handelsbeziehungen, hier am Beispiel von Burma (vorab unterstützt durch China und Thailand).

NZZ 03.04.07

Wie und warum Unternehmen in Werte investieren sollen.

NZZ 23.03.07

Zwei Artikel zum Thema Corporate Social Responsibility - der zweite bringt Beispiele, wie sich Schweizer firmen in Südafrika engagieren.

NZZ 28.02.07

Ein interessantes wirtschaftsethisches Problem: CV-fraud - also das Fälschen von Lebensläufen. wie viele Inhaber von (Kader-)Stellen kommen auf diesem Weg zu ihrem Posten?

WoZ 15.02.07

Rückblick auf den Lucas-Plan, als britische Arbeiter den Rüstungskonzern Lucas 1976 ökologisch umbauen wollten.

WoZ 25.01.07

Zu den so genannten social entrepreneurs, die Ausdruck eines Trends der Privatisierung der Sozialhilfe seien.

Weltwoche 03/07

Über das ethisch korrekte (sprich: dem Koran entsprechenden) Investieren im Islam.

NZZ 30.12.06

Ethische Überlegungen zum Stellenwert des Vorsorgeprinzips. Dazu ein zweiter Artikel zur Frage, warum eigentlich vorab meist schlechte Prognosen Gehör finden. Man solle hier Regressforderungen machen können.

NZZ Folio 12.06

Zu den verschiedenen sprachlichen Wurzeln von „Freiheit“.

NZZ 22.11.06

Zur Bedeutung der Sammelklagen, die auch in Europa Fuss fassen könnten.

NZZ 18.11.06

Wie Unternehmen das Konzept der Nachhaltigkeit sinnvoll nutzen können, am Beispiel General Electrics und Toyota.

NZZ 24.10.06

Investoren scheinen die corporate governance bei einem Unternehmen zu berücksichtigen, weil Studien zeigen, dass Unternehmen mit einer guten Unternehmenskultur auch bessere Renditen erwirtschaften.

NZZ 26.08.06

Kirsch über die Rolle des Vertrauens für Beziehungen innerhalb der Wirtschaft. Vorab die Eliten der Wirtschaft würden das Vertrauen gegenüber der Gesellschaft mehr und mehr verlieren. Doch Beziehungen laufen nicht nur auf der rechtlichen Schiene.

NZZ 26.06.06

Bericht von der Hayek-Tagung in Erfuhrt: Gemäss Umfragen ist den Deutschen Freiheit immer weniger wichtig (wenn man fragt: Freiheit oder Gleichheit). Hier dürfte sich wohl eher auch eine Begriffsverschiebung von „Freiheit“ manifestieren. Zudem finden sich hier ein paar interessante Namen.

WoZ 27.04.06

Der WoZ-Gegenbericht zur Choquita-Story. Die Faktenlage ist aber dünn: eine Quelle (Person) und ein Papier der costaricanischen Gewerkschaften (von welcher?). Der Artikel erscheint eher im Sinn: was nicht sein darf („guter Konzern“), kann nicht sein. Wünsche mir mehr kritische Information, um Chiquita einschätzen zu können.

NZZ 28.03.06

Im WTO-Vertrag gibt es keinen expliziten Verweis auf Menschenrechte – wobei aber solche Standards implizit schon enthalten sind – wie genau, gilt es zu prüfen.

Weltwoche 14/06

Eignet sich Chiquita – die ehemalige United Fruit Company – als Beispiel für die Saulus zum Paulus Geschichte? Immerhin hat die Firma längere Phasen von Verlust hingenommen, um ethischer zu werden – das Beispiel zeigt also immerhin, dass es eine Willensentscheidung von Firmen gibt, sich zu bessern und man nicht alles Nichtstun auf Marktdeterminismus zurückführen kann.

NZZ 02.03.06

De Jasay über soziale Gerechtigkeit als Euphemismus. Das hat Hayek aber bereits früher und klarer gesagt. Grundsätzlich hat er Recht mit der Beobachtung, dass „soziale Gerechtigkeit“ kein ethisches, sondern ein politisches Argument für Umverteilung ist, wo es eventuell gar nichts umzuverteilen gibt. Theoretisch macht die Sache auch wirklich Sinn – doch das Problem ist ja, dass wir den Schleier der Unwissenheit nicht immer wieder zuziehen können. Die geschichtlich gewachsene Ungleichheit ist ein Aspekt des Problems. Womit de Jasay aber recht hat ist: Benutze „soziale Gerechtigkeit“ nicht als moralischer Totschlaghammer, sondern sehe es als etwas an sich ungerechtes an, das nur dann Anwendung finden soll, wenn es gute Gründe (Stichwort: Existenzsicherung) gibt.

NZZ 18.02.06

Erneut ein Hinweis darauf, dass die Globalisierung dafür sorgt, dass Themen wie Verantwortung von Unternehmen vermehrt diskutiert werden. Ein wichtiger Gedanke: mit zunehmender sozialer Verantwortung von Unternehmen wächst auch deren soziale Macht. Das sollte man genauer durchdenken, was das eigentlich bedeutet.

NZZ 28.01.06

Richtiges Plädoyer gegen die Tendenz, Liberalismus als ein Verwässerungsprogramm anzusehen. Vielmehr besteht die Aufgabe darin, die Konturen des Liberalismus wieder zu schärfen bzw. den Liberalismus kampfbereit zu machen. Kersting stellt richtigerweise fest, dass die Neoliberalismuskritik ein Projekt der Gegenmoderne ist. Sein Problem ist aber, dass er in eine gleiche Falle zu fallen droht, wie die Kritiker: die Moralkeule (d.h. die Sicherheit, man hat die Moral auf seiner Seite). Schärfen der Konturen des Liberalismus bedeutet auch, dass Platz für ein Gegenmodell da sein wird, das durchaus plausibel sein kann. Von den Neoliberalismuskritiker wird dieses Modell aber nicht kommen.

NZZ 03.12.05

Interessantes zur „studentischen Freiheit“ – Studenten waren ja laute Säufer. Gehört diese Unangepasstheit zur Geschichte des Liberalismus? Scheint mir nicht ganz kohärent, die Sache.

NZZ 12.11.05

Interessante Rückschau von Kohler hinsichtlich der heutigen Aufgabe, die Konturen des Liberalismus zu schärfen: In seinen Anfängen gab es einige Versionen: Hobbes, Locke, Kant etc. Da hat es viel Platz, Konturen zu wählen und zu schärfen.

NZZ 29.10.05

Pejovichs Plädoyer für die anglo-amerikanische Wirtschaftsordnung. Das Eigentumsrechte für eine Marktordnung wichtig sind, ist soweit klar. Die Behauptung, dass einzig die anglo-amerikanische Wirtschaftsordnung über zwei Jahrhunderte hinweg ausserordentliche Wachstumsraten erreicht habe, bedarf aber etwas mehr Fakten, als er liefert.

NZZ 19.10.05

Ulrichs Ideen einer zivilisierten Marktwirtschaft geht von einer Karikatur des Marktes aus, welche keine (bürger-)rechtlichen Schranken kennen würde – doch das ist ein falsches Bild. Richtig ist: auch in einer Marktgesellschaft bestehen politische Spielräume.

NZZ 27.09.05

Die Grundmotivatoren für den Liberalismus sind: Gesellschaftliche Systeme sind offen (u.a. nicht deterministisch), menschliches Wissen ist begrenzt, man schädigt sich zuweilen willentlich, es gibt keine perfekte Gesellschaft. Das zentrale Problem, das es zu lösen gilt, ist: die Sicherung der wechselseitig vorteilhaften Kooperation. Selten wurde Liberalismus so klar umschrieben wie durch Watrin.

NZZ 04.06.05

Höffe scheint an den Begriff der sozialen Gerechtigkeit noch zu glauben, sieht darin aber durchaus auch eine limitierendes Element hinsichtlich Umverteilung. Das Adjektiv „sozial“ bezeichnet bei ihm einen Anwendungsbereich von Gerechtigkeit hinsichtlich materieller Unterlegung der Wahrnehmung von Freiheit – scheint mit eine akzeptable Variante zu sein (vergiss nicht von Hayeks Fundamentalkritik am Begriff soziale Gerechtigkeit).

NZZ 31.05.05

Vanberg stellt klar: Freiwillige Selbstverpflichtung steht nicht im Widerspruch zur Idee der Freiheit (glaubt das jemand? eventuell die Anarchisten) – doch das Problem ist natürlich der Prozess, wie Selbstverpflichtung in Kollektiven zustande kommt.

NZZ 14.05.05

Gerechtigkeit ist nicht Gleichheit und steht deshalb auch nicht im Gegensatz zu Freiheit. Freiheit schafft Ungleichheit und das ist gut so. Die Ungleichheit wird auch überbewertet, wenn man sie nur über eine Dimension (meist einkommensmässig) anschaut. Der Punkt ist aber, dass die verschiedenen Ausprägungsformen von Ungleichheit zusammenhängen – man kann keine einkommensgleiche Gesellschaft haben und glauben, in allen anderen Dimensionen bliebe die Ungleichheit erhalten.

NZZ 04.05.05

Rortys Vorschlag einer emotionalen Basis des Liberalismus: Skepsis gegenüber der Angst – ein raffinierter Gedanke, der etwas ausgearbeitet werden müsste.

NZZ 28.04.05

Ein wichtiger Begriff des Liberalismus: Scheitern. Freiheit beinhaltet Scheitern. Was sind die kulturellen Determinanten, dass Scheitern funktionieren kann? Man muss nicht gleich den Totschläger der Existenzbedrohung hervor nehmen, die meisten Formen des Scheiterns bedrohen das Individuum (vorab in unserer Gesellschaft) in seiner materiellen Existenz nicht – aber in anderer Hinsicht wohl schon. Diese andere Hinsicht gilt es zu verstehen und in die Theorie des Liberalismus einzubauen.

NZZ 23.04.05

Wichtige Bemerkung: Freiheit braucht einen Bezug zur Lebenspraxis, braucht die Fähigkeit sich für etwas zu interessieren. Und ein schönes Zitat von Lübbe: Etliche Freiheitsfreunde unter den Philosophen haben Schwierigkeiten, die Trivialitäten der Lebenszwecke zu ertragen, die uns gemeinhin und alltagspraktisch an Freiheit interessiert sein lassen.

NZZ 19.03.05

Freiheit und Tun sind eng verknüpft. Erst so werden Ergebnisse von Freiheit geschaffen, so wird sie manifest und so sehen andere, dass sie wahrgenommen wurde. Wahrnehmen im Tun heisst eben auch, die Verpflichtung und die Zeitkosten auf sich zu nehmen . vorher ist alles blabla. Redefreiheit ist insofern gar nicht so wichtig.

NZZ 27.11.04

Warnung vor einer Überforderung des Staates – also im Hinblick auf eine schrankenlose Erweiterung der Regulierungsgegenstände. Das ist wirkliche menschliche Hybris. Und ein wichtiger Gedanke von Kirchhof: Freiheit meint nicht Beliebigkeit und nicht die Priorität des Kurzfristigen, sondern vor allem das Recht zur langfristigen Bindung. Solche Dinge sind: Beziehungen, Familien, Unternehmen gründen, Berufswahlentscheide.

NZZ 09.10.04

Wie Chiquita neue Standards betreffend Arbeitsbedingungen in den Bananenplantagen setzen will.

NZZ 19.06.04

Was könnten Themen des modernen Liberalismus sein: Wie haben’s wir mit den Nichtliberalen? Wie stehen wir zum Nationalismus? Soll es eine Weltordnung geben und welche Rolle hat darin welcher Begriff von Gerechtigkeit?

NZZ 19.06.04

Die Korrumpierung des Begriffs Liberalismus geht einher mit seinem vermeintlichen Sieg 1989 – mag stimmen, doch damit ist noch nichts verstanden worden.

NZZ 11.05.04

Interessant vor allem, weil Habermann das Scheitern des Sozialismus gut skizziert: Es ist nicht möglich, ohne Markt bei fehlenden Knappheitspreisen rational zu kalkulieren (Planwirtschaft führt zu Verschwendung). Zweitens kennt keine Instanz die Information in der nötigen Vollständigkeit (zudem ändert diese laufend). Drittens kann die Familienethik der Solidarität nicht auf Gesamtgesellschaften abstrahiert werden, weil die dazu notwendigen emotionalen Elemente nur lokal und begrenzt wirken können.

NZZ 15.04.04

Ein wohl formulierter hippokratischer Eid für Wirtschaftsführer. Man mag einwenden, das bringe nichts – doch man sollte wiederum auch nicht die Bedeutung symbolischer, ritueller Aspekte vergessen. Denke daran, dass es emotionale Ereignisse sind, an welche man sich später erinnert. So müsste die Eid-Zeremonie emotional gestaltet werden. Warum nicht mir der Examensfeier koppeln?

NZZ 27.03.04

Graf Lambsdorff formuliert hier den immer wieder übersehen Zusammenhang zwischen Sicherung von Frieden und Menschenrechten und Globalisierung. Natürlich bestreitet kaum jemand, dass Menschenrechte ein Globalisierungsprojekt sind – doch man kann eben nicht einfach zwischen guter und böser Globalisierung trennen. Es sind gerade die wirtschaftlichen Triebkräfte der Globalisierung, welche einen Nährboden für die Entwicklung der Menschenrechte bieten (können).

Weltwoche 48/03

Emotionaler Kern des Weissbuches 2004: Die Schweiz hat sich eine Rentnermentalität angeeignet – nur noch Sicherheit und Gesundheit scheint uns zu interessieren. Und noch was: dieser so genannte Neoliberalismus hat in der Schweiz gar nie stattgefunden, wurde nur auf den medialen Schlachtfeldern rezitiert. Das ist im wesentlichen korrekt.

NZZ 20.11.03

Zur Frage, ob Unternehmen auch Menschenrechte fördern sollen. Grundsätzlich gilt wohl: Wenn sie ihre Mitarbeiter behalten wollen, werden sie es wohl tun. Da es aber immer mehr Menschenrechte gibt (oder zumindest postulierte Menschenrechte), dürften Firmen von ihrer Natur her auf Fall zu Fall Lösungen hinarbeiten – also z.B. je nach Land den Massstab anders wählen. Das liegt in der Natur ökonomischer Systeme und da besteht ein nicht zu unterschätzendes Kollisionspotential mit der Natur juristischer Systeme, denen eine gewisse Ridigität innewohnt. Deshalb die Warnung von Leisinger: wie macht man das, ohne dass einklagbares Recht entsteht?

NZZ 22.10.03

Vorschlag, warum es der Liberalismus in Schwarzafrika schwer hat: das Primat der Gruppensolidarität steht konträr zur Idee des Individualismus. Das sehen durchaus auch afrikanische Philosophen so.

NZZ 15.03.03

Interessante historische Rückschau von Wegmann: Neoliberalismus ab den 1920er Jahren besagte vorab: Politiker sollen liberalen Prinzipien statt machtpolitischen Zielen gehorchen. Man grenzte sich ab vom Manchesterliberalismus und man interessierte sich für das Wechselspiel von ethik, Recht und Wirtschaft. Diese Leute gab es zudem bereits schon vor Keynes.

NZZ 11.01.03

Zum Kampf um den Gerichtsstand bei Klagen gegen Unternehmen: in den USA werden vermehrt Klagen gegen Unternehmen eingereicht, die ihren Sitz gar nicht in den USA haben, was mit dem europäischen Rechtsverständnis kollidiert.

NZZ am Sonntag 17.11.02

Kappeler stellt hier wieder einmal klar, dass ein Markt das Ergebnis einer hoch entwickelten Ethik ist, damit er überhaupt funktionieren kann: Handeln um Preise (und nicht kämpfen und rauben), Vertrauen, Beziehungen etc. Das muss man sich immer wieder mal in Erinnerung rufen. Die Wirtschaft ist wahrscheinlich der letzte Ort, wo es Ethikkommissionen gibt. Diese kommen dort ins Spiel, wo wir eben keinen Markt wollen (z.B. Medizin). Man muss nun aber nicht rückschliessen, dass jene Orte, wo Ethikkommissionen wirken, ein unethischeres Fundament haben.

NZZ 02.03.02

Habermann über den Neid. Ein erst jüngst (wieder?) aktuell gewordene Emotion, die auch für die Wirtschaftsethik bedeutsam ist. Man sollte Neid aber nicht nur als ethischen Gegenhammer gegen den Sozialismus verwenden, wie er das tut. Interessanter ist es, nach den Funktionen von Neid zu fragen. Ist dieser notwendigerweise blockierend für den Einzelnen? Oder vielmehr antreibend? Richtig seine Bemerkung zur Chancengleichheit, die durchaus eine Tendenz zum Totalitären haben kann.

NZZ 03.11.01

Kohler zur „offenen Gesellschaft“ – im wesentlichen eine Zusammenfassung von Popper.

NZZ 10.09.01

Blick auf den WWF, der sein 40. Jubiläum feiert und heute das weltweit grösste Umweltschutzunternehmen ist.

NZZ 14.07.01

Zur Frage, wie Amnesty International mit der Wirtschaft zusammenarbeiten soll, zumal nicht nur Staaten, sondern auch Unternehmen in den Fokus der Debatte um Menschenrechte geraten können.

NZZ 07.07.01

Warum haben die marktwirtschaftlichen Reformen in Südamerika in den 1990ern nicht das gebracht, was man sich erhoffte. Das ist durchaus eine wichtige Fragen. Scheint ein Problem der Zeitskala zu sein: Zu Beginn floss viel Kapital rein, doch die erwarteten Gewinne blieben aus, man zog Kapital wieder ab. Zusammen mit der Asienkrise und den gleich gebliebenen politischen Gepflogenheiten (Korruption etc.) hat dies nicht das bewirkt, was man hoffte. Reformen, die nur die Geldflüsse vereinfachen, reichen eben nicht. Markt ist weit mehr als die Möglichkeit, leicht investieren zu können.

NZZ 14.04.01

Hinweis darauf, dass der Begriff der „Privatheit“ im Hinblick auf den Liberalismus ausdifferenziert werden muss – vor allem hinsichtlich moralisch angetriebener Kontrollbemühungen. Privatheit sichert auch persönliche Unmoral und das sollte möglich sein.

Le Monde diplomatique 02.09.00

Einige nicht unwesentliche Facetten des Gleichheitsbegriffs mit Literaturangaben. Aber letztlich bleiben die Schwächen einer praktischen Umsetzung des Gleichheitsbegriffs: Einerseits die Tendenz, immer mehr Variablen einzubeziehen (und dann bekämpft man den Pluralismus), andererseits zu starke Eingriffe in die Lebenswelt des Einzelnen, selbst wenn nur das Einkommen als Mass gelten soll. Verfahrensgleichheit (also die alte Idee der Rechtsgleichheit) ist immer noch der stärkste und bedeutendste Gleichheitsbegriff. Chancengleichheit hingegen birgt durchaus die Gefahr, ideologisch angewandt zu werden.

NZZ 10.06.00

Zur Frage, inwieweit eine globale Wirtschaft das Völkerrecht unterminiert – diskutiert am Beispiel der Menschenrechte, welche ja nicht in allen Staaten, in denen Unternehmen agieren, gleichermassen geachtet werden.

NZZ 01.04.00

Eine Verteidigung des Konsums – mal wirklich was Intelligentes und erfrischendes. Konsum hat durchaus was Glück- und Friedenstiftendes. Interessant ist auch der historische Aspekt: Die alten Griechen verachteten Konsum und legten damit den Grundstein unseres schlechten Gewissens – doch ihre öffentliche Gesellschaft fundierte auf Sklavenarbeit. Rousseau war auch ein Verfechter des Öffentlichen – doch eine Gesellschaft, in der alle ins Parlament wollen, ist eine schreckliche Gesellschaft voller Schwätzer. Das Private ist Basis von Pluralismus und Konsum ist Ausdruck des Privaten. Ist es ein Zufall, dass Konsum in den ehemaligen Oststaaten so schwierig war? Nein.

NZZ 06.03.00

Tagung zur Frage, ob auch die multinationalen Konzerne in die Debatte um Menschenrechte eingebunden werden sollten.

NZZ 17.07.99

Zum Zusammenhang Menschenrechte und Wirtschaft. Hier wird argumentiert, Menschenrechte würden die Wettbewerbsfähigkeit von Nationen verbessern und dies sollte als Argument eingebracht werden.

 

 

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