Textversion für blinde und sehbehinderte Personen sitemap
Home Textraum Hochzeit Arbeit Forschung encyclog

Gesundheitskosten - Kernpunkte:

  • Gesundheitskosten allgemein, Zahlen und Fakten (ausser Medikamente).

  • Rationierungs- und Rationalisierungsdebatte.

  • Fallbeispiele (Psychotherapie, Gesundgeitstourismus etc.) und Vorschläge zur Senkung der Kosten.

Zahl der Artikel im Archiv pro Jahr (98: 2)
13591131082198157300
990001020304050607080910111213

Eigene publizierte Artikel zum Thema:

Stand des Nachdenkens

FOLGT

 

NZZ 08.10.16

Die Kostenflüsse im Schweizer Gesundheitssystem sind gewollt intransparent.

NZZ 15.03.16

Man kann zwischen Kontrahierungszwang und freiem Markt auch zwischenformen wählen, die sinnvoller sind.

NZZ 10.03.16

Warum man um die Diskussion, welche medizinischen Leistungen durch die allgemeinen Versicherungen gedeckt werden sollen und welche nicht, nicht herumkommen wird.

NZZ 25.11.15

Unispitäler fühlen sich von Tarmed diskriminiert wegen der komplexen Fälle und wollen einen Ausgleich.

NZZ 02.11.15

Übersicht über die Krankenversicherungsprämien in den verschiedenen Kantonen.

NZZ 30.05.15

Zahlen die zeigen, dass man zu viel Prämienverbilligung bei den Krankenkassen zahlt.

NZZ 01.10.15

Das Problem der künftigen Gesundheitskosten ist Polymorbidität.

NZZ 28.06.14

Übersicht über die Klagen der Versicherer bei den Krankenkassen.

BZ 18.04.11

Zu den Auswirkungen der DRGs auf die Pädiatrie.

BaZ 08.04.11

Zu den Auswirkungen der DRG's auf das Gesundheitswesen: Mehr Wettbewerb zwischen den Spitälern.

NZZ 11.03.11

Ab 2012 sollen offenbar ziemlich viel Kosten von der Zusatzversicherung auf die Grundversicherung verschoben werden (wie konnte das wieder passieren?).

NZZ 23.12.10

Das Bundesgericht hält in einem Grundsatzurteil fest, dass nicht jede Therapie durch die Krankenversicherung bezahlt werden muss (natürlich nicht, das würde unbezahlbar).

NZZ 14.12.10

Der hohe Anteil des Gesundheitswesen am BIP ist allein noch kein Beleg dafür, dass dieses volkswirtschaftlich nützlich ist.

NZZ 10.11.10

2008 betrugen die Gesamtkosten des gesundheitswesens über 58 Milliarden Franken.

NZZ 29.09.10

Zu den (ökonomischen und ethischen) Schwierigkeiten einer Kosten-Nutzen-Analyse bei neuen Medikamenten.

NZZ 01.09.10

Ein Gutachten zur Frage, wie man überdurchschnittlich teure Ärzte selektioniert (der Effekt scheint klar: kein Arzt will mehr "teure" Patienten behandeln).

NZZ 25.03.10

Übersicht über die Einkommen verschiedener Ärztegruppen.

NZZ 18.02.10

Zu den neuen Vorschlägen der Zürcher Gesundheitsdirektion zur künftigen Finanzierung der Pflege.

Schweizerischer Beobachter 27.11.09

Schweizer gehen deutlich weniger oft zum Arzt als Bewohner anderer Industrieländer (Platz 21 von 23 untersuchten OECD-Ländern).

NZZ 14.11.09

Eine Beurteilung des stetigen Wachstums der Gesundheitskosten aus ökonomischer Sicht.

NZZ am Sonntag 18.10.09

Umfragen zeigen, dass der "missbräuchlichen" Wechsel der Franchise kaum vorkommt. Es handelt sich wohl eher eben um leute, die den letzten Rest an Selbstverantwortung im gesundheitswesen noch nutzen wollen (das hat natürlich wieder niemand gefragt).

NZZ am Sonntag 11.10.09

Es ist ein Skandal, dass bei der jetzigen Erhöhung der Krankenkassen-Prämien vorab jene bluten müssen, die die Maximalfranchise haben. Es gibt keine Zahlen die belegen, dass diese "missbräuchlich" agierten. Zudem ist das der einzige Weg, sich halbwegs selbstverantwortlich zu verhalten, d.h. kleinere Kosten selbst zu tragen.

NZZ 02.10.09

Hier im Zeitverlauf die Entwicklung der Krankenkassenprämien in Relation zur jährlichen Kostensteigerung. Die hohe Varianz belegt die politische Manipulation der Prämien. Man hält sie immer tiefer, bis es nicht mehr geht und eine markante Steigerung folgen muss.

NZZ 31.08.09

Wieder einmal ein schönes Beispiel, wie lokalpolitisches Denken die Gesundheitskosten erhöht: die drei geplanten Herzkatheter-Labors in Basel.

NZZ 22.08.09

Das Zürcher Medical Board präsentiert seine ersten Ergebnisse für zwei Therapien (auf die man weitgehend verzichten könnte).

Beobachter 26.06.09

Die Niederlande als Beispiel eines Landes, das mit neuen Massnahmen die Gesundheitskosten senken (oder eher dern Anstieg vermindern?) konnte.

NZZ 21.04.09

Forderung nach einer monistischen Finanzierung der Leistungsträger (doch warum das besser sein soll, wird nicht einsichtig).

NZZ 26.03.09

Zu den Auswirkungen der Fallpauschalen auf die Spitalfinanzierung: zwei kontroverse Artikel.

Tages Anzeiger 24.03.09

Warnung der Ärzte vor den Auswirkungen der neuen Fallpauschalen: mehr unnötige Eingriffe, weniger Pflege.

Süddeutsche Zeitung 24.03.09

Zum Chaos der neuen Honorarordnung in Deutschland.

St. Galler Tagblatt 06.03.09

Der Kampf der Ärzte gegen eine übermässige Kontrolle der Wirtschaftlichkeit von Leistungserbringern.

NZZ 06.03.09

Santesuisse präsentiert eine Broschüre, die erklären soll, wie die Krankenkassen die Wirtschaftlichkeit der Ärzte überprüfen wollen.

Süddeutsche Zeitung 17.01.09

Zu den Auswirkungen des Kosten-Nutzen-Denkens in der Medizin auf den ärztlichen Ethos (wobei man hier immer auch aufpassen muss, inwieweit man einem Klischee von "wirtschaftlichem Denken" aufsitzt).

NZZ 17.12.08

Fallpauschalen bei Spitälern können auch kostentreibend wirken - dazu gleich zwei Artikel.

NZZ 09.12.08

Nun wird auch Südafrika zu einer bevorzugten Destination des Medizintourismus.

NLZ 29.05.08

Eine Stanford-Studie versucht die Kosten eines "lebenswerten Lebensjahrs" für verschiedene Krankheiten (Diabetes etc.) zu bestimmen.

NZZ 23.04.08

Eine Abschätzung der Pflegekosten bis 2030 in der Schweiz: Mutmasslich eine Verdoppelung auf 18 Milliarden Franken (vorab Alters- und Pflegeheime, die nota bene unglaublich hohe Tagessätze verrechnen. Hat mal jemand untersucht, wo dieses Geld hinfliesst?)

Klinik und Heim 18.04.08

Eine generelle Übersicht zu den Problemen im Schweizer Gesundheitswesen aus der Kostenperspektive.

Pressetext 02.04.08

Übersicht über den weltweiten Gesundheitstourismus mit einigen Zahlen (Zahl der Patienten, Kosten).

NZZ am Sonntag 24.02.08

Plädoyer für die Abschaffung der obligatorischen Krankenversicherung.

TiF 01.08

abschätzung der Auswirkung des neuen Finanzausgleichs auf den IV-Bereich.

Clinicum 28.12.07

Bericht einer Tagung von Gesundheitsökonomen zur Frage, wie man den ökonomischen Nutzen von Gesundheit bemessen kann.

NZZ 28.11.07

Der Kanton Zürich setzt ein Medical Board ein, das Kosten-Nutzen-Verhältnisse in der Medizin prüfen soll.

NZZ 03.09.07

Beurteilung zweier Mechanismen in der Spitalfinanzierung: Risikoausgleich versus Risikoselektion.

SAMW 07

Einschätzungen und Empfehlungen der SANW zur Rationierung im Schweizer Gesundheitswesen.

Tages Anzeiger 13.04.07

Wie der Gesundheits-Tourismus sich ausbreitet.

NZZ 24.03.07

Wie man mit mehr Markt im Gesundheitswesen Kosten sparen könne (z.B. Nichtraucherprämien in der Krankenkasse).

SAMW Bulletin 01/07

Zeltner zu einem OECD-Bericht hinsichtlich der Kosten des Schweizer Gesundheitssystems.

Tages Anzeiger 12.02.07

Zu den Bemühungen, zu genaueren Daten über die Gesundheitskosten für die Schweizer Gesundheitspolitik zu gelangen.

NZZ 19.01.07

Pro und Kontra zur Initiatiove über eine Einheitskasse. Siehe dazu auch den Landboten und die Handelszeitung vom 17.01.07.

Die Volkswirtschaft 13.12.06

Ein umfassender Blick auf die Kostenproblematik um Gesundheitswesen. Seit 1980 wuchsen die Gesundheitskosten in der Schweiz jeweils mehr als das Bruttoinlandprodukt.

Financial Times Deutschland 05.12.06

Der Streit um die Gesundheitskosten (zu senken mit einer neuen Reform) führt nun auch zu Streiks bei den Allgemeinpraktikern: jede dritte Arztpraxis blieb geschlossen.

Bilanz 21.11.06

Einige Zahlen zu den Gesamtkosten des Schweizer Gesundheitssystems.

NZZ 07.11.06

Eine BAG-Erhebung zeigt die Kostenstruktur im Schweizer Spitalwesen mit diversem statistischen Material zur Bettenbelegung, Aufenthalt, Betriebsaufwand etc.

Berner Zeitung 03.11.06

Die Alzheimer-Früherkennung mittels PET fällt aus der Grundversicherung, weil der Nutzen zu wenig belegt sei (da gibt es Studien, die das aber bestreiten).

Schweizerische Ärztezeitung 03.10.06

Zum Stand der Rationierungsdebatte in der Schweiz, die nun vorab im Bereich Pflege geführt wird (was erwartet werden konnte).

Cash 28.09.06

Zu den Kosten der Pflege und mit welchen Möglichkeiten man den zu erwartenden Anstieg abfedern könnte.

Persönlich 15.09.06

Ein längerer Artikel über die Perspektiven des Gesundheitsmarktes in der Schweiz.

NZZ 06.09.06

Das BAG veröffentlicht neue Zahlen zu den Gesundheitskosten. Die Kostendynamik dominieren: Spitäler und Pflege (absolut und relativ), Medikamente (relativ), ambulante Ärzte eher weniger.

NZZ 30.08.06

Ein bürgerlicher Vorschlag zur Kostensenkung: Man will einen Qualitätswettbewerb zwischen den Anbietern. An sich ist der Fokus auf die Qualität richtig – die Krux ist es, diese zu messen. Relativ einfach zu bestimmende Parameter wie Mortalität eignen sich nur für bestimmte Bereiche.

BaZ 30.08.06

Hier eine Übersicht über managed care Modelle.

NZZ 28.08.06

Eine Idee, den absehbaren Finanzierungsnotstand in der Pflege zu beheben: eine weitere Variante der dritten Säule – doch warum so kompliziert, da könnte man doch einfach die Limite bei der dritten Säule anheben. Ausserdem sind viele Frage offen: Warum soll man so sparen, wenn ja sowieso der Staat zahlen wird, wenn man kein Geld mehr hat. Und was ist, wenn man dazu das Geld den Angehörigen verschenkt?

Medical Tribune 09.08.06

Eine Studie der Pharmaindustrie zeigt (wenig überraschend) den grossen volkswirtschaftlichen Nutzen des Gesundheitssektors. Diese ist sicher bereits aufgrund der hohen Beschäftigung in diesem Bereich gegeben – doch was heisst eigentlich genau Wertschöpfung in diesem Bereich?

Time 31.07.06

Eine Übersicht über den weltweiten Markt im Bereich Medizintourismus.

NZZ 06.07.06

Psychotherapie: neu muss man nach sechs Sitzungen den Kassen melden und nach 40 eine Weiterführung begründen – dies aus „Gerechtigkeitsgründen“ (unsinnig, Therapiestunden sind ja kein knappes Gut). Siehe dazu auch Tages Anzeiger vom gleichen Tag.

Tages Anzeiger 24.06.06

Zur Debatte der Kostensenkung in der Psychotherapie. So schnell, wie sich Couchepin das wünscht, geht es nicht. Vgl. dazu auch NZZ vom 06.06.06 und 24.04.06 sowie die BaZ vom 13.05.06.

Basler Zeitung 30.05.06

Eine Sparvariante: Rehabilitationskliniken in Deutschland bauen bzw. benutzen. Möglicherweise sinnvoller als deutsche Ärzte zu importieren.

Berner Zeitung 02.05.06

(Und eine Reihe weiterer Zeitungen) Vorstellen einer (von den Kassengesponserten) Studie gegen Einheitskassen. Auch wenn ein Bias zu erwarten ist, sind die beiden zentralen (und wohl korrekten) Zahlen: Der Verwaltungsaufwand der Kassen ist gering (Grössenordnung: weniger als 10%) und sinkend, und der Werbeaufwand sei noch geringer (doch: wo sind die Zahlen?). Einsparen von Verwaltungs- und Werbekosten ist demnach sicher nicht das Rezept gegen die Kostensteigerung im Gesundheitswesen, denn die Kostendynamik wird nicht von diesen Parametern getrieben.

Tages Anzeiger 25.04.06

Nun kommt die Psychotherapie in den Sparzwang. Hier geraten wir in ein komplexes Feld, doch ist die Diagnostizierung von psychischen Leiden wirklich kategorisch anders als solche von physischen Leiden. Wie stark überlappen sich die Unsicherheits-Verteilungen? Das wäre interessant zu untersuchen.

NZZ 05.04.06

Studie aus Neuenburg: Die Pflegekosten dürften sich bis 2030 verdoppeln. Da man die demographische Dynamik recht gut abschätzen kann, besteht hier in der Tat ein Problem. Sollte man wirklich Pflege im grossen Stil auslagern und ganze Schweizer Altendörfer etwa in der Sahelzone einrichten? Inwiefern könnte das beiden Parteien nützen?

Medical Tribune 27.01.06

International scheint der Trend klar in Richtung implizite Rationierung zu gehen.

NZZ 08.12.05

Argumente gegen die Einheitsprämie – aber die haben wir doch gar nicht: Die Unterschiede zwischen Kantonen und Gemeinden sind gross und diese manifestieren mindestens zum Teil ja gerade jene Aspekte, welche mit einer Risikoprämie erfasst werden sollten (z.B. Alter). Zudem besteht mit der Franchiselösung ja ein Element, als Einzelperson basierend auf der persönlichen Einschätzung seiner Gesundheit die Prämie anzupassen: man fühlt und hält sich gesund und nimmt das Risiko einer höheren Franchise in Kauf und hat geringere Kosten.

NZZ 16.11.05

Nur wenige Vorsorgeuntersuchungen sind wirklich sinnvoll: u.a. Blutdruck, Blutzucker, Dickdarmuntersuchung gegen Krebs. Im Vorsorgebereich liesse sich wohl ein Ansatz für Leistungseinschränklungen auf diese sinnvoll genannten Untersuchungen finden – die anderen zahlt man selbst.

NZZ 25.10.05

Übersicht, welche Kasse wie viel aus dem Risikoausgleich erhält bzw. dahinein bezahlt. Das sollte man mal in ein Verhältnis zu den Prämien setzen. Liesse sich daraus von aussen abschätzen, welche Kasse einen wie grossen administrativen Wasserkopf hat?

Weltwoche 39/05

Einige Beispiele, wie sich die Kosten multiplizieren – interessant ist aber, dass das Gesundheitswesen wohl jenes System ist, bei dem man das am umfassendsten zusammenzählen kann. Dazu einige Zahlen zu interkantonalen Vergleichen und die lapidare Feststellung, dass man wohl Mühe hat, einen „überversorgten Patienten“ zu finden. Ein, vielleicht gar nicht so schlechter Vorschlag: Die Franchisen rauf auf 5000 Franken: so wird die Alltagsmedizin Privatsache, der Risikoausgleich funktioniert aber dennoch, sobald etwas wirklich Teures ansteht. Unterste Einkommensschichten können immer noch subventioniert werden. Das dürfte eines der einfachsten und wirkungsvollsten Massnahmen in diesem Bereich sein.

Udaily 25.07.05

Wie der Medizintourismus weltweit zunimmt.

NZZ 08.04.05

Zum Informationsproblem in der Praxis: Ärzte und Versicherer streiten sich über die Art der Erhebung, was ja kaum erstaunt.

Tages-Anzeiger 22.03.05

Nun sind wir bei 50 Milliarden jährlich und bei 11.5% des BSP bezüglich Gesundheitskosten in der Schweiz. Als Problem wird genannt, dass das BSP weniger schnell wächst als diese Kosten – doch diese Kosten fallen ja auch wieder irgendwie in die Berechnung des BSP ein, oder nicht? Oder anders gesagt: hätte die Schweiz nicht noch ein viel grösseres Wachstumsproblem, wenn es das Gesundheitssystem gar nicht gäbe?

Der Bund 16.03.05

Drei neue Faktoren mit Erklärungswert für die Steigerung der Gesundheitskosten: die Steigerung der Löhne (mehr Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen), die Alterung der Gesellschaft (mehr Pflegebedarf) und die steigende Erwerbsquote der Frauen (Doppelbelastung). Überraschend: die Ärztedichte spiele nun wieder keine Rolle.

Ars Medici 26.11.04

Sparprogramme führen eher zu impliziter statt expliziter Rationierung, während das Rationalisierungspotential beim Personal weitgehend ausgeschöpft ist. Doch explizite Rationierung wie beispielsweise eine Begrenzung des Leistungskatalogs, hat es äusserst schwer.

NZZ 28.10.04

Ein simpler Vorschlag: statt Prämienverbilligung einfach keine Prämien mehr für Kinder – das ist vielleicht gar keine dumme Idee, zumal das ein viel einfacherer Weg wäre, Familien zu entlasten als gross Informationen darüber zu gewinnen, wer wie viel verdient. Zudem wäre es vorab eine Entlastung für den Mittelstand, die ja nicht mehr in den Genuss von verbilligten Krippenplätzen kommt.

St.Galler Tagblatt 21.09.04

Hinweis auf das WHO-Verfahren, um ein Ranking der Lebensjahrqualität verschiedener Krankheiten zu erhalten: Viele Paarvergleiche (ist das eine sinnvolle Methode angesichts der kombinatorischen Explosion?). Das gab dann offenbar die Daly und Qualy Gewichtungen.

NZZ 14.09.04

Hinweis darauf, dass Prämienverbilligung nichts an der Kostendynamik im Gesundheitswesen ändert – das ist wohl klar. Steinmanns Vorschlag: differenzierte Verträge hinsichtlich Arten von Behandlung, Behandlung im Ausland – also die Idee, dass man Leistungskürzungen individualisiert.

Die Volkswirtschaft 05.07.04

Eine etwas banale Feststellung zum Begriff der Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen: man muss die Sache auch künftig zahlen können. Dazu einige interessantere Erwägungen zum Umlageverfahren.

Der Bund 29.06.04

Und noch ein Kapitel zur Geschichte, ob sich besonders teure Personengruppen im Gesundheitswesen identifizieren lassen: Die Frauen jedenfalls seien möglicherweise so eine teure Gruppe (je nachdem, wie man zusammenrechnet). Doch die Studie „Gesundheitskosten und Geschlecht“ zeigt: Das hängt natürlich davon ab, welche Kosten man überhaupt erheben und einziehen kann: Länger leben und mehr Pflegebedarf (der Hauptfaktor) mag hier OK sein (die Pflegearbeit der Frauen fällt hier nicht in den bezahlten Bereich). Schwangerschaft ist frauenspezifisch (und könnte eventuell auf der Ebene der Paare geregelt werden). Bei den Kosten „Gewalt an Frauen“ frage ich mich zudem, ob die Täter nicht Kompensationszahlungen (gerichtlich verordnet) leisten müssen und ob diese in der Rechnung der Krankenkassen nicht berücksichtigt werden sollten. Siehe zudem auch WoZ 30.09.04.

NZZ 02.03.04

Detailliertere Betrachtung des HMO-Modells bzw. der Frage, wie man abschätzt, welche Ersparnis das bringt.

Pressetext 02.03.04

Abschätzung über den Medizintourismus-Markt: Vorab am Beispiel Südamerika – da baut sich ein grosser Markt auf. Siehe dazu auch CBC News vom 18.06.04.

NZZ Folio 03.04

Zwei Hinweise auf den demographischen Effekt: Krankenkassenprämien sind eine Umverteilung von der jungen auf die alte Generation. Je mehr alte Stimmbürger es hat, desto mehr werden sich diese an der Urne für einen Ausbau des Gesundheitswesens einsetzen.

Tages Anzeiger 17.02.04

Zur ökonomischen Macht des Gesundheitssystems: hier ist jede zehnte Vollzeitstelle angegliedert. Die Wachstumsdynamik ist auch grösser als in anderen Branchen und bezahlt werden die Leute immer mehr von den Sozial- und Privatversicherungen.

NZZ am Sonntag 16.11.03

Vorschau zu Tarmed. Schätzt man bei solchen Projekten eigentlich je ab, welchen Aufwand die Informationsgewinnung und -sicherheit beinhaltet?

Das Magazin, 11.10.03

Auch hier letztlich die Aussage, dass unser Gesundheitssystem so teuer sei, weil wir das so wollen. Oggier meint zudem, es gebe zu viele Finanzierer, denn nicht nur die Kassen, auch die IV, Unfallversicherung, Militärversicherung, Kanton und Gemeinden pumpen Geld ins System.

NZZ 24.04.03

Zum Begriff der Solidarität und Verknüpfung zum Suffizienzprinzip von Frankfurt: Jedem genug, damit er ein würdevolles Leben führen kann. Da wird die Beweislast auf „würdevoll“ verschoben.

Pressetext 29.11.02

Ein künftig wichtiger Aspekt in der Globalisierung von Gesundheit: Die Suche nach „Gesundheitstouristen“. Beispielsweise Malaysia will damit bis zu einer halben Milliarde erwirtschaften. Dabei geht es weniger um Wellness, sondern vielmehr um das Angebot, dort Gesundheitschecks durchführen zu können. Dürfte interessante Übersetzungsprobleme geben – auch in kultureller Hinsicht.

BaZ 23.11.02

Der Kampf um die richtigen Zahlen: Nun gründen auch die Ärzte eine Patientendaten-Firma. Wie kommen die eigentlich zu ihren Daten?

Schweizerische Ärztezeitung 83/02

Wie Mittel in den Kantonen Basel und Zürich verteilt werden – Forschung im Rahmen der Umsetzung des Manifests von Dialog Ethik. Dazu ein weiterer Bericht darüber, wie Rationierung in anderen Ländern funktioniert.

Der Bund 27.05.02

Kurze historische Übersicht zur Rationierungsdebatte. Beispiel einer Anwendung des Oregon-Modells in der Schweiz: dies würde zur Diskriminierung von Jugendlichen und Frauen führen.

SDA 07.05.02

Bericht über eine Studie des Bundesamtes für Sozialversicherungen, welche Ärztedichte und Alterstruktur als jene Faktoren identifiziert, die am stärksten mit den Gesundheitskosten korrelieren.

NZZ 18.04.02

Beispiel von Rationierung durch Warten am Unispital Zürich: Personalstopp führt zu zwei Monaten warten.

Der Bund 16.04.02

Altersabhängige Krankenkassenbeiträge? An sich eine interessante Idee, denn dies kann man als eine Form von Erbschaftssteuer ansehen. Erbschaftssteuern sind ja eine der wenigen Steuern, die ein Durch-und-durch-Liberaler akzeptiert, doch überall werden diese abgeschafft. Müssen nun Alte mehr von ihrem Vermögen abgeben für die Krankenkassen, wäre das eigentlich auch eine Form von vorbezogener Erbschaftssteuer. Zudem: was macht das Alter teuer. Es sind offenbar weniger die medizinischen Kosten, sondern vielmehr die Pflegekosten. Da zahlen wir für den sozialen Wandel, der familieninterne Altenbetreuung halt nicht mehr vorsieht.

Weltwoche 11.04.02

Hinweis, dass die verdeckte Rationierung durchaus gewisse Vorteile haben kann plus die Behauptung: empirische Erfahrungen zeigen, dass offene Rationierung eher dazu führt, der Rationierung auszuweichen. Das müsste man wohl genauer ansehen.

NZZ am Sonntag 31.03.02

Hinweis auf das Oregon-Konzept: ein Ranking aller Leistungen und dann ein Schnitt in der Liste und nur das oberhalb Liegende fällt in den Bereich der Grundversicherung. Da würde natürlich interessieren, wie man in Oregon zu diesem Ranking gekommen ist. Wir hingegen neigen eher dazu die Patienten zu ranken – da sind die ethischen Risikos aber viel offensichtlicher.

NZZ 02.02.02

Die Kostendebatte vermittelt auch ein Bild von Medizin, die diese zu nah an die exakten Wissenschaften bringt. Dieses Spannungsfeld gehört genauer ausgeleuchtet.

NZZ 20.01.02

Schnappschuss der US-Gesundheitskosten(explosion): Transparenz will offenbar aber niemand, da verdiene zu viele mit.

NZZ 27.10.01

Felder meint: nicht Risikoausgleich, sondern Risikoprämien braucht es. Damit individualisiert man das Informationsproblem auf die Ebene der einzelnen Kassen – d.h. was Risiko ist, wird durch das Angebot der einzelnen Kasse und nicht durch eine übergeordnete Instanz, die den Ausgleich ausgearbeitet hat, bestimmt. Das scheint mir grundsätzlich der richtige Ansatz zu sein. Einige Ausgaben später (NZZ 09.11.01) finden sich dann einige Gegenargumente. Die Sache scheint komplex, wenn nicht konfus. Zeigt sich hier die Hybris der Allwissenheit, einem Kernproblem des planwirtschaftlichen Ansatzes?

Original Text Service 05.10.01

Hinweis darauf, wann erstmals der Krankenversicherungsindex berechnet wurde: 99/00. Ab dann kann man zeigen, wie die Prämien wachsen, eventuell auch deshalb, weil die Erhebungsmethoden nun standardisiert sind.

NZZ 28.09.01

Hinweis darauf, dass der Spielraum der Krankenkassen hinsichtlich der Benutzung wettbewerblicher Massnahmen in der Grundversicherung klein ist – das wollte man ja so. Spareffekte würden eine Revision des Risikoausgleichs benötigen. Man müsste mal im Detail anschauen, wie diese Risiken berechnet werden, das wäre wirklich interessant.

NZZ 26.09.01

Umfrage: Die Leute wollen weder Leistungseinschränkungen noch irgendwelche Form von Sparmassnahmen, obwohl 40% unter der Prämienhöhe Leiden sollen. Das Leiden ist offenbar erträglich.

NZZ 05.09.01

Bericht von der medizinischen Informationsbeschaffungs-Front: Ärzte als Kodierer von Patienten. Damals gab es noch keine Ausbildung für diese Leute, gibt es heute eine?

Neue Luzerner Zeitung 14.07.01

Ernüchterung beim Hausarztmodell: weil vorab die Gesunden dieses Modell wählen, ist der Einspareffekt gering.

NZZ 10.07.01

Überblick über die Verteilung der Leistungen der Krankenkassen auf Kostengruppen. Das war wohl der Zeitpunkt, als die Schweiz die 10%-Marke bezüglich BSP überschritt.

Dossier Gesundheit 02/01

Was kostenmässig zählt sind die letzten zwei Jahre vor dem Tod –egal wie alt man ist. Dazu würde ich mir hier aber etwas mehr Zahlen wünschen.

St. Galler Tagblatt 27.01.01

Hinweis darauf, dass die Beurteilung von Schmerz bzw. Fragen nach dem Wert der Schmerzfreiheit abhängig sind vom Gesundheitssystem und in den USA anders beantwortet werden als in Europa. Kostenbeurteilungen sind kontextabhängig.

NZZ 07.12.00

Amonn meint: wir bezahlen, was wir wollen und das ist gut so. Nicht die Kosten des Gesundheitssystems sind das Problem, sondern ihre Verteilung.

Der Spiegel 27.11.00

Bericht über Rationierung in Deutschland bis hin zur Verweigerung bestimmter Leistungen.

NZZ 28.10.00

Eine grundlegende Analyse der Finanzierungsmechanismen im Schweizer Gesundheitswesen. Diese seien nicht nur für die Kostensteigerung, sondern auch für inhaltliche Mängel verantwortlich.

Pressekonferenz 06.09.00

Präsentation des (erfolgreichen) Projekts der Qualitätszirkel zwischen Apothekern und Ärzten im Kanton Freiburg.

NZZ 29.01.00

Einige Klarstellungen von Problemen der Rationierung: Alter kann kein Kriterium sein, wenn schon die verbleibende Lebenszeit. Weiter ist die Überalterung nicht notwendigerweise Grund der Kostensteigerung, denn die Hauptkosten fallen (früher und heute) in den letzten Lebensmonaten an (man müsste aber natürlich sehen, ob heute mehr dafür aufgewendet wird). Weiter Hinweis auf die Mehrdeutigkeit von „Gleichheit“: z.B. input oder output Gleichheit. Selbstbindung wird als Alternative zur Rationierung angeboten – z.B. eine Art „Selbstrationierung“ – da müsste man aber noch weiterdenken.

Der Bund 12.10.99

Vorstellen des HMO-Capitation-Modells. Die Kernidee ist, dass man für jeden Patienten quasi im Voraus bestimmt, was er kosten soll und dann wird das von der Kasse bezahlt. Ist der Arzt gut und macht der den Patienten besser/schneller gesund, so profitiert er, sonst verliert er. Das ist eigentlich wie eine Aktienoption bei den Finanzmärkten. Sollte man dann nicht auch Märkte für Captionen einführen. Zumindest als Modell mal spannend.

NZZ 28.07.99

OECD-Zahlen zu den Gesundheitsaufwendungen: grosse Unterschiede zeigen, dass es so etwas wie unterschiedliche Kulturen im Hinblick auf den Umgang mit Krankheit geben muss. Frage: inwieweit sind unterschiedliche Medikamentenpreise auch eine Folge davon (und nicht nur von Kaufkraftunterschieden)?

Dossier Gesundheit 02/99

Vorstellen des HMO-Modells.

NZZ 27.04.99

Einige Ideen zu einem Systemwechsel bei der Spitalkostenfinanzierung. Spannend wäre vorab zu sehen, was daraus geworden ist.

St. Galler Tagblatt 27.04.99

Eine Erinnerung: Rationieren heisst Marktkräfte bewusst aussetzen – ist also kein Element einer marktwirtschaftlichen Lösung (in dieser würden die Preise für knappe Güter steigen). Zudem unterscheide starke von schwacher Rationierung (eine Warteliste wäre z.B. letztere) – wobei in der Praxis die Grenze von bestimmten Leuten mit genügend finanziellen Mitteln immer durchbrochen werden können, und wenn diese halt ins Ausland müssen. Derartiges kann aber kein Argument in der Debatte sein, solange akzeptiert ist, dass es reiche Leute gibt.

Tages-Anzeiger 27.03.99

Und auch andere Zeitungen zusammengeheftet: Die Pressereaktion auf den Rationierungsvorschlag der Gruppe „Ressourcenverteilung“.

NZZ 20.03.99

Medizinische Interventionen lassen sich durchaus auch mit den Mitteln der Ökonomie untersuchen und es gibt auch genügend empirische Evidenz, dass Märkte spielen. Es gilt demnach auch, sich bei Eingriffen solchen Substitutionseffekten Rechnung zu tragen (z.B. kann Verminderung des Beitrags von Kassen an Medikamentenkosten die Spitalaufenthaltsdauer verstärken). Andererseits muss man bedenken, dass die Medizin wohl ein Paradebeispiel eines Marktes mit asymmetrischer Information ist. Schliesslich: die Rationierungsfrage wird sich früher oder später in jedem Land stellen, auch wenn zuerst Rationalisiert wird. Keine Rationalisierungsbemühungen hat bisher je den Trend der Kostensteigerung verändert.

NZZ 06.03.99

Zur Rationierungsdiskussion im medizinischen Alltag: Erstens findet die reale Rationierung meistens nur Punktuell und auf einem extrem hohen Niveau statt. Rationierung auf der Alltagesebene müsste aber auch eine Diskussion über das Verhältnis zu Gesundheit und Krankheit beinhalten. Die Frage ist wohl eher, wie Ärzte/Pflegende dann mit jemandem sprechen und umgehen, an dm ein Akt von Rationierung vorgenommen werden soll.

NZZ 04.03.99

Kritische Untersuchung des Arzttarifes Grat/Infra (heute haben wir aber Tarmed): Gilt hier als unannehmbar (weiss aber nicht, was daraus geworden ist).

Cash 26.02.99

Ein Spargedanke mit dem Dunst der New Economy: Elektronisches Rechnungswesen soll pro Jahr eine Viertelmilliarde sparen. Heute könnte man das ja nachprüfen – doch ist es überhaupt möglich, diesen Effekt separat zu ermitteln?

Weltwoche 18.02.99

Auch wenn Leist zu oft auf der Ebene des Allgemein-Akzeptierten bleibt ist ein Gedanke zentral: Wie erreicht man Fairness auf der Einzelfallebene? Vorsicht vor einer Top-Down-Regulierung – aber auch bottom-up im Sinn einer Marktdynamik allein kann es nicht richten. Will er so was wie ein lokales Verhandlungsmodell? Dessen Ausgestaltung dürfte einige Hindernisse bereit stellen.

NZZ 13.02.99

Baumann-Hölze plädiert dagegen, dass sich Rationierung in Form von Einzelfallentscheiden am Krankenbett abspielen soll. Primär muss eine strukturelle Rationierung angestrebt werden – der Begriff wird aber nicht klar im Artikel, er dürfte aber Aspekte wie Bürokratie meinen. Wichtig: Mittel und nicht Menschen (also Krankheiten und nicht z.B. Lebensjahre) sind zu rationieren. Max Baumann stellt zudem klar, dass Rationierung zu Mehrarbeit und Mehrkosten (d.h. Umverteilung Medizin zu Recht) führen kann. Auch dieser Kostenaspekt muss berücksichtigt werden.

Weltwoche 21.01.99

Die Tschudi-Rationierungsgeschichte und die Folgen – und zudem eine recht detaillierte Beschreibung des Oregon-Modells.

NZZ 31.10.98

Recht umfassende Auflistung der Aspekte, die zu Rationierung führen bzw. auch Gegenstand von Rationalisierung sein können.

Der Bund 18.09.98

Beispiel eines Sparmodells aus Thun: das Ärzte-Netzwerk. Man sollte vielleicht mal sehen, was daraus geworden ist.

 

 

Textversion für blinde und sehbehinderte Personen © 2018 goleon* websolutions gmbh