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Atomenergie - Kernpunkte:

  • Nutzung von Atomspaltung und Fusion zur (zivilen) Energiegewinnung.

  • Problem der Entsorgung.

  • Die wichtigsten Störfälle.

Zahl der Artikel im Archiv pro Jahr (98: 6)
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Eigene publizierte Artikel zum Thema:

  • BT (12.09.90): Strom ohne Atom: Fakten und Mutmassungen
  • BT (19.07.90): Die zukunftsbezogenen Argumente der Atomdebatte

Stand des Nachdenkens (05.03.07)

Unter „Atomkraft“ wird die zivile Nutzung von Atomenergie und die entsprechende Forschung verstanden (Atomwaffen werden unter dem Text „Waffen“ abgehandelt). Interessant an der Atomkraft ist, dass diese Grosstechnologie wie kaum eine andere Rückwirkungen auf verschiedene andere Bereiche von Gesellschaft und Wirtschaft hatte. Zudem ist die Atomkraft, im Gegensatz zur Gentechnologie und vielen anderen kritisch beäugten Technologien, eine wirkliche Grosstechnologie im Sinn, dass die Nutzung von Atomkraft den Aufbau einer ganzen Supply-Kette von der Gewinnung der Rohstoffe (Uran wurde vorher kaum verwendet) bis zur Endlagerung umfasst (wohl ein Begriff, der erstmals überhaupt im Kontext der Atomkraft aufgetreten ist). Die Nutzung von Atomkraft ist immer mit einem grossen Investitionsbedarf verbunden - auch aus politischen Gründen (z.B. Rückstellungen für das Endlager).

Historisch ist die Atomkraft mit einem Donnerschlag aufgetreten (im Gegensatz zu allen anderen Technologien der Energiegewinnung) - mit dem Einsatz von Kernwaffen. Sie beflügelter auch in ihrer Frühzeit eine ganze Palette gesellschaftspolitischer Visionen, wie dies nur wenige andere Technologien vermögen haben (etwa die Weltraumtechnik - diesbezüglich bin ich mir aber nicht sicher). Später dann kamen mit dem „Atomstaat“ und anderen Begriffen ebenso umfassende negative Utopien auf, die bis heute nachwirken.

Somit gibt es natürlich viele interessante Fragen, die über das rein wissenschaftliche hinausgehen. Die meines Erachtens interessantesten sind dabei, wie die wissenschaftlichen Fragestellungen und die Wege für deren Lösung durch diese, nenne wir diese mal die gesellschaftlichen, Komponenten beeinflusst werden. Einige Probleme scheinen mir vergleichbar mit jenen anderer Technologien, einige sind atomtypisch, und einige dieser atomtypischen Aspekte werden künftig auch andere Technologien beeinflussen.

In den ersteren Bereich fallen die Probleme die bei der Förderung des Urans auftreten. Gewiss werden Landschaften grossflächig umgepflügt, was für die lokale Bevölkerung diverse Probleme mit sich bringt. Andere Formen von grossflächigem Abbau (Braunkohle etc.) dürfte aber mit vergleichbaren Problemen verbunden sein - vielleicht mal abgesehen von den militärischen Ursprüngen der Atomkraft, so dass Uranabbau (früher) unter grösserer Sicherheit vonstatten ging als heute.

Was sind atomtypische Probleme? Zu nennen ist hier sicher die Endlagerung. Möglicherweise war die Atomkraft die erste Technologie, in der diese Frage überhaupt gestellt und systematisch untersucht wurde - also was macht man mit gefährlichen Endprodukten. Dieser Problemkreis könnte sich auch auf andere Technologien zur Energieerzeugung auswirken - man denke an die Diskussion um die CO2-Endlagerung. Dann kommen die Sicherheitsüberlegungen im Zusammenhang mit der Gefährlichkeit des Materials. Auch hier könnte die These untersucht werden, ob die Atomtechnologie die erste Technologie war, in der so etwas wie eine Sicherheits- und Risikokultur überhaupt erst entwickelt wurde (es geht dabei darum, dass diese Fragen zum Thema wurden und nicht, inwieweit sie dann auch realisiert wurde. Das Beispiel Tschernobyl zeigt ja, dass es diesbezüglich offensichtlich Unterschiede gegeben hat).

Bisher galt die Frage der Entsorgung als Kernproblem der Atomkraft. Gerade bei Fragen der Standortwahl von Endlagern lassen sich wohl in vielfacher Hinsicht Rückkopplungen zwischen wissenschaftlichen und politischen Aspekten finden (wie die USA zum - umstrittenen - Endlager in den Yukka Mountains gefunden haben, dürfte ein Beispiel sein). Was mich in wissenschaftlicher Hinsicht interessieren würde ist: Radioaktiver Müll ist ja eine (thermische) Energiequelle. Inwieweit könnte diese von mikrobiologischen Lebensformen im Laufe der Jahrtausende genutzt werden? In der Natur waren Energiequellen ja stets ein Ort der Innovation für das Leben. Überlegt man sich, was das für die Lager bzw. die Behälter bedeuten könnte (ein Thema in diesem Zusammenhang ist ja auch die Frage des Gasdrucks, der in den Lagern entsteht). Und eine wirtschaftliche Frage wäre: Die Schweizer (und in anderen Länder ja auch) AKWs stellen ja Milliarden zurück für die Endlagerung (Zielgrösse ist offenbar 14 Milliarden). Wie wird dieses Geld eigentlich angelegt (bzw. verzinst), solange die Lager nicht gebaut werden?

Jetzt ist aber die Frage der Proliferation in den Vordergrund gerückt. Offenbar ist die Trennung zwischen ziviler und militärischer Nutzung der Atomkraft nicht so scharf zu ziehen, wie man das will - erst recht, wenn man Wiederaufbereitung zulässt. Da dürften die wichtigeren Tabus verborgen sein als bei der Frage der Endlagerung (man redet dort ja immer von der langen Zeit, vergisst aber, dass die wirklich harten Strahler innert weniger Jahre/Jahrzehnte abgebaut sind).

Welchen Stellenwert hat eigentlich Tschernobyl für das Image der Atomkraft? Hier handelt es sich ja um ein mythologisch hochgeladenes Thema, was sich schon nur an der behaupteten Zahl der kausal durch den GAU verursachten Toten ablesen lässt: zwischen 56 und 93’000. Bei einer solchen Spannweite kann man nicht mehr sagen, die Wahrheit liege „in der Mitte“. Klar ist, dass die Atomkraft weit vor Tschernobyl aus der Mode geraten ist, die Verteilung der Kraftwerksbestellungen ist bimodal mit Höhepunkten in den späten 1960ern und frühen 1970ern - ab 1975 wurde abbestellt. Insofern war Tschernobyl keine Wendepunkt, sondern eher Abschluss einer ersten Phase der Atomkraft.

Mit der Klimadebatte kommt die Atomkraft nun wieder zu Ehren. Soweit ich das überblicken kann, scheinen einige neue technologische Ideen durchaus interessant, sowohl was die Nutzung des Urans (d.h. die Reserven könnten länger halten) als auch die Minimierung der Gefahr der (Fehl-)Nutzung für militärische Zwecke betrifft. Es scheint derzeit sechs Konzepte für Kraftwerke der 4. Generation zu geben, die ab 2030 offenbar eingesetzt werden können. Aber eben, Kernfrage wird der Preis bleiben und dieser Preis ist (weit mehr als anderso) politisch bestimmt - etwa hinsichtlich der Frage der Haftpflicht (solche Prämien lassen sich nicht einfach berechnen) und hinsichtlich der Frage der Betriebsverlängerung (sind wohl auch aus politischen Gründen kürzer als sie sein könnten - länger heisst dann, der Strom wäre de fakto billiger, bzw. bringt den Betreibern Mehreinnahmen).

Und noch ein Thema, das man genauer betrachten könnte: Die Fusions-Geschichte. Was genau har man dort eigentlich über die vielen Jahre hinweg herausgefunden? Gibt es andere inhaltlich geschlossene Forschungsprojekte mit ähnlich langer Forschungsdauer?

 

NZZ 10.07.18

Wie man nun via politisch gesteuerter Abschaltkosten versucht, die Atomenergie endgültig zu zerstören.

NZZ 07.03.18

Betznau geht als einer der bestgeprüftesten Reaktoren wieder ans Netz.

NZZ 22.02.18

Wie die Bevölkerung unter der jahrzehntelangen Verstrahlung der Region Südural durch das Werk Majak leidet.

NZZ 22.12.17

Der Rückbau der Atomkraftwerke und die Endlagerung kostet in der Schweiz über 23 Milliarden Franken.

NZZ 09.12.17

Der Preis für Uran ist seit einem Jahrzehnt rückläufig - nun soll die Produktion gedrosselt werden.

NZZ 01.09.17

Weite Teile um Fukushima sind kaum strahlenbelastet

NZZ 25.02.17

Um den rasant gestiegenen Stromverbrauch zu decken baut die Türkei Atomkraftwerke - das erste ist im Bau (in einem Erdbebengebiet).

NZZ 16.12.16

Aktuelle Schätzung der Stillegungskosten der Schweizer Atomkraftwerke: 22.8 Mrd. Franken.

NZZ 29.11.16

Der havarierte Reaktor von Tschernobyl hat eine neue Schutzhülle erhalten. die den Rückbau schützen soll.

NZZ 18.11.16

Warum es die Schweizer Atomkraftwerke bis zum Ende Ihrer Laufzeit braucht, damit die Energiewende klappen kann.

Chemie Extra 11/16

Ein neues, einfaches Verfahren zur Messung von Radioaktivität - lässt sich in Smartphones einbauen.

NZZ 04.11.16

Die Nahoststaaten planen einen deutlichen Ausbau der Atomenergie-

NZZ 30.07.16

Zusammenfassung, wie Mühleberg zurückgebaut werden soll.

NZZ 23.06.16

Eine Beurteilung der erneuten Verzögerung des Iter-Projekts.

NZZ 22.04.16

Eine Reportage aus Tschernobyl 20 Jahre nach der Reaktorkatastrophe.

NZZ 08.03.16

Blick auf 5 Jahre Fukushima. Offen ist insbesondere der Abbau des Reaktor-Wracks.

NZZ 24.10.15

Porträt des Russischen Atomkonzerns Rosatom.

NZZ 17.10.15

Stand des Aufräumens bei Fukushima, das dauert noch ne Weile.

NZZ 18.09.15

Stand des Aufräumens bei Fukushima.

NZZ 12.06.15

Die Herausforderungen beim Rückbau des AKW Mühlebergs werden nicht technischer Natur sein, sondern Motivation der Mitarbeiter und Ängste vor Bauschutt.

NZZ 01.04.15

Wie der Unglücksreaktor von Tschernobyl dauerhaft abgeschottet werden soll.

NZZ 28.02.15

Nahrungsmittel aus der Präfektur Fukuschima sind die bestuntersuchtesten (und ungefährlich), und verkaufen sich dennoch schlecht. Interessant sind die Reinraum-Züchtungen für allergiker.

NZZ 13.12.14

Obwohl der fünfte Reaktor deutlich teurer wird, will Finnland einen sechsten bauen. Versorgungssicherheit ist wichtiger als Kosten.

NZZ 03.12.14

Die Erforschung der kalten Fusion nimmt einen neuen Anlauf.

NZZ 15.11.4

Übersicht über den weltweiten Ausbau der Kernenergie (mit Ausnahme der deutschsprachigen Länder)

NZZ 06.09.14

Die Preise für Uran fallen kontinuierlich, was mittelfristig zur Förerung der Atomenergie beitragen wird.

NZZ 21.06.14

Die meisten Schäden von Fukushima sind psychischer Art (Angst und dergleichen) - für die angegebenen Krebsfälle fehlen die Referenzzahlen (50 Schilddrüsenkrebs-Fälle, pro Jahr? Oder insgesamt seit 2011? Japan hat 2-3 Fälle pro Mio. Einwohner - also 200-300 Fälle pro Jahr, ohne Fukushima).

NZZ 02.05.14

Wenn organische Komponenten für die Endlagerung gebraucht werden (z.B. Harze), so können sich Gase bilden, die die Lagersicherheit gefährden.

NZZ 09.04.14

Bericht über das erste Endlager in Finnland.

NZZ 21.02.14

Die Geschichte von Godzilla: das fiktive Monster wurde durch einen Atomunfall inspiriert: die Versuechung eines japanischen Fischerbootes nach einerm Wasserstoffbombentest der USA über dem Bikini Atoll.

Nature 27.10.11

Zur Rekonstruktion der radioaktiven Verseuchung nach dem Fukuschima-Unfall.

NZZ 14.07.11

Warum der Preis des französischen Atomstroms nicht dessen Kosten widerspiegelt.

NZZ 13.07.11

Eine neue Studie findet keinen signifikanten Zusammenhang zwischen Leben bei einem AKW und mehr Leukämie bei Kindern.

NZZ 29.06.11

Die Auskwirkungen von Fukushima auf den Bau des neuen Fusionsreaktors (vorab technischer Natur: Produktionsstätten in Japan sind beschädigt worden).

NZZ 25.05.11

In Onkalo/Finnland entsteht das weltweit erste Endlager für hochradiaktiove Abfälle.

NZZ 11.05.11

Zum Stand der Dinge in Fukuschima: Jod ist wie erwartet kein Problem mehr (kurze Halbwertszeit). Der kontrollierte rückbau der zerstörten Reaktoren dürfte aber viele Jahre dauern.

Nature 28.04.11

Eine Analyse der AKW-Standorte mit dem grössten Gefährungspotenzial (bemessen an der Zahl der Leute, die um einen Reaktor lebt).

Weltwoche 16/11

Was man sich durch die Förderung der alternativen Energien für Atomabfall einhandelt: bei vielen der nötigen seltenen Metalle ist Uran und Thorium ein Nebenprodukt (oder dann eben Abfall, wenn man die Stoffe nicht mehr in den Reaktoren braucht). Zudem: je moderner die reaktoren sind, desto mehr radioaktive Abfälle früherer Generationen können diese nutzen.

Nature 14.04.11

Das (nicht nur) japanische Dilemma: weniger Atomstrom wird kurz- und mittelfristig mehr CO2 bedeutn.

NZZ 13.04.11

Die Japaner stufen die Fukuschima-Havarie nun auf Stufe 7 ein und laden sich damit definitiv den Symbolgehalt von Tschernobyl auf.

Le Monde diplomatique 04/11

Zum geplanten Bau des grössten (leistungsstärksten) AKW der Welt in Indien.

Nature 07.04.11

Es werden erste Studien aufgegleist, um die Langzeiteffekte von Fukuschima zu untersuchen.

NZZ 06.04.11

Zu den Erfahrungen mit Dekontamination nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl.

Weltwoche 13/01

Eine Erinnerung an das tagtägliche Ausmass natürlicher Bestrahlung durch Kalium etc., für das biologische Organismen Reparatursysteme haben und die deutlich höher ist als die politisch festgesetzten Grenzwerte von Jod etc.

Nature 31.03.11

Zur Geschichte von Tschernobyl und dem geplanten clean-up, das bis 2065 dauern soll. Zudem eine Grafik mit der "Altersverteilung" der derzeitigen Atomkraftwerke weltweit.

NZZ 30.03.11

Zu den Schwierigkeiten abzuschätzen, wie viel Radioaktivität aus einem havarierten Reaktor wirklich entweichen kann, was auch die enormen Unterschiede bei den bislang publizierten Zahlen erklärt.

NZZ 26.03.11

Trotz Fukushima wird Südkorea Atomenergie ausbauen und die entsprechenden Exportindustrien ausbauen. Europa ist diesbezüglich irrelevant. In ca. 10-20 Jahren wird Europa dann seine Reaktoren von Asien kaufen.

NZZ 25.03.11

Ab einem gewissen Punkt werden die Risiken der Atomenergie auf die Allgemeinheit abgewälzt. Dieser Punkt wird politisch definiert (das dürfte bei den Risiken der anderen Energiequellen ähnlich sein, nicht zuletzt auch die Opportunitätskosten-Risiken).

NZZ 24.03.11

Die Kosten des langfristigen Atomausstiegs in der Schweiz. Offenbar generiert selbst das 2000-Watt-Szenario eine Stromlücke (im Winderhalbjahr).

Nature 24.03.11

Eine kurze Darlegung der Sequenz der Ereignisse in Fukuschima.

Weltwoche 12/11

Ein aufschlussreiches Interview mit einem Nuklearexperten, der in den 1990er Jahren mehrere Monate im Kraftwerk Tschernobyl gearbeitet hat.

NZZ 19.03.11

Rückblick auf die Versprechungen der Atomenergie in den 1950er Jahren, die alle Energieprobleme lösen sollte. Heute sprechen die Cleantech-Apologeten so.

NZZ 17.03.11

Stand der politischen Diskussion in diversen Ländern mit Atomenergie-Nutzung.

Nature 17.03.11

Eine Beurteilung der Auswirkungen der Reaktor-Havarie in Fukuschima.

Weltwoche 20/11

Der Atomausstieg in der Schweiz wird zum Kippen der CO2-Ziele führen - entweder direkt (Bau eigener Gaskraftwerke) oder indirekt (Import von Kohlestrom). Statt dass sich die Schweiz nunu nicht nur mehr als Spitzenenergie-Lieferant etabliert, sondern mit modernen AKWs auch noch als zuverlässiger Lieferant von Bandenergie für Europa, laufen wir mit der Herde mit.

NZZ 15.03.11

Eine Beurteilung der Zukunft der Atomenergie in diversen Staaten nach der Katastrophe in Japan.

NZZ 30.11.10

China versiebenfacht die Atomstromproduktion bis 2020 und steigt ins internationale Kraftwerkgeschäft ein (umam um den Anteil der Kohle an der Stromproduktion von 75% auf 60% zu senken).

NZZ 19.11.10

Porträt der russischen Wiederaufbereitungsanlage Majak - Schauplatz eines der schwersten Atomunfälle in der Geschichte (1957).

Nature 14.10.10

Es gibt weltweit gut 100 Forschungsreaktoren, die mit wffenfähigem Uran betrieben werden (müssen) - auch einen in der Schweiz. Umrüstung ist schwierig.

Nature 23.09.10

Zwei Beurteilungen zur US-Atompolitik: Wo künftig gebaut wird und wie man (temporär) mit dem radioaktiven Abfall umgehen kann.

NZZ 10.09.10

Was man von den Kostensteigerungen in Finnland für ein allfälliges neues Schweizer AKW lernen kann.

NZZ 30.07.10

Die Finanzierung für Iter steht nun doch.

NZZ 02.07.10

Finnland entscheidet dafür, zwei neue Atomkraftwerke zu bauen, u.a. um die Energieabhängigkeit von Russland aufzubauen. Unud ein zweiter Artikel zu Brasilien, das nun auch die Anreicherung selbst beherrschen will (was nicht zuletzt die Option von Atomwaffen ermöglicht).

NZZ 18.06.10

Schweiden steigt aus dem Atomausstieg aus und wird künftog wieder Atomreaktoren bauen, bzw. die bestehenden Kraftwerke werden mit modernen Reaktoren ersetzt.

Nature 03.06.10

Das Iter-Projekt hat massive Budgetprobleme, Realisierung unklar.

Nature 27.05.10

Übersicht mit der Zahl der Forschungsreaktoren weltweit.

Nature 01.04.10

In Japan sollen acht neue Nuklearreaktoren gebautn werden (23% des Strombedarfs des Landes kommen derzeit aus Atomreaktoren).

NZZ 17.03.10

Ein Nebeneffekt der jahrzehntelangen AKW-Skepsis: es gibt kaum mehr Produktionsstätten für medizinische Radionuklide.

NZZ 16.03.10

Was aus dem ehemaligen Schweizer Testreaktor in Lucens geschehen ist: ein Lager für Kulturgüter.

NZZ 06.03.10

Beurteilung der derzeit zur Debatte stehenden Schweizer Endlager für Atommüll.

Nature 04.03.10

Plädoyer gegen die Förderung der Urananreicherung mit Laser (macht Anreicherung von waffenfähigem Uran einfacher).

Pressetext 19.02.10

Beurteilung der Frage, wie viel Uran kurz- und mittelfristig zur Verfügung steht, zumal die Nachfrage bis 2030 um 50% auf 93'000 Tonnen proo Jahr steigen soll.

NZZ 22.12.09

Hinweis darauf, warum der Bau neuer AKWs so teuer ist: es fehlen 20 Jahre Bau-Erfahrung - Zulieferer können geforderte Qualität nicht liefern.

NZZ 23.11.09

Obama ist gegen ein einziges atomares Endlager in Yucca Mountain - d.h. die Frage nach der atomaren Endlagerung stellt sich in den USA neu.

NZZ 10.11.2009

In Grossbritannien sollen mindestens zehn neue Atomkraftwerke gebaut werden.

NZZ 02.07.09

Die Pannen im Endlager Asse (schwach- und mittelradioaktive abfälle) diskreditieren die Endlagerung in Deutschland.

Nature 02.07.09

Wie man die Fusions- und Fissions-Technologie in einen Reaktor packen könnte, um damit gleich auch den radioaktiven Abfall reduzieren zu können (und worin die Gefahren einer solchen Technologie stecken).

Nature 28.05.09

Für die Realisierung des ITER-Projektes steht weniger geld zur Verfügung: es wird zurückgestutzt.

NZZ 02.05.09

Beurteilung der Renaissance der Atomenergie in China, indien, Russland. Eine Übersicht, wo wie viele Reaktoren in Betrieb sind.

Nature 30.04.09

Keine zusätzlichen Gelder mehr für das Yucca Mountain endlagerprojekt in den USA: damit könnte dieser Standort aus dem Rennen sein.

NZZ 25.03.09

Rückblick auf die Folgen des Reaktorunfalls von Three Mile Island vor 30 Jahren: für die innere Verwandlung des Kernenergie-Komplexes (Sicherheit etc.) war dieser Unfall weit bedeutsamer als Tschernobyl (und er beschleunigte auch den Niedergang der Kernenergie mehr).

NZZ 24.03.09

In Tschechien wird der Uranabbau wieder forciert, weil sich das mittelfristig wieder lohnen wird.

NZZ 26.11.08

Aufgrund zwischenstaatlicher Abkommen müssen bei grenznahen Endlagern auch ausländische Staaten in den entscheidungsprozess miteinbezogen werden.

Nature 20.11.08

Die Finanzkrise erschwert den Bau neuer Reaktoren.

NZZ 07.11.08

Die sechs Standorte für Atommüll-Lager in der Schweiz gemäss Nagra.

NZZ 31.10.08

Die CO2-Bilanz von Betznau ist deshalb gut, weil das Uran von ehemaligen Atoomwaffen stammt (also die Frage; ab wann iim Prozess bilanziert man. Standard derzeit: bei Recycling erst ab dem Grundstoff der Rezyklierung).

Nature 25.09.08

Zu den Atomkraft-Plänen der Golfstaaten, denn nicht nur der Iran hat hier Ausbaupläne.

NZZ 10.07.08

Der Unfall in Frankreich ist in erster Linie ein chemisches Problem: über 200 kg Natururan sind ein giftiges Schwermetall (welche Verbindung genau ist es?).

NZZ 20.06.08

Der lange administrative Hürdenlauf, dem das Projekt Gösgen II bevorsteht (und zu den Zeitverzögerungen des AKW-Projektes in Finnland).

NZZ 06.06.08

Der Störfall im slowenischen AKW Krsko war primär ein Informations-Störfall (offenbar weil getrennte Kanäle für geringe und schlimme Störfälle nun zusammengelegt wurden).

Nature 06.03.08

Zu den Magneten, die dereinst in einem Fusionsreaktor zum Einsatz kommen könnten.

Nature 14.02.08

Eine Analyse des Atomprogramms im Iran inklusive Übersicht, wo was im Iran ist.

Nature 24.01.08

Wie man das Problem der Proliferation von Kernbrennstoff trotz dem Boom im Atomkraftwerksbau in den Griff kriegen kann.

NZZ 03.11.07

Reportage über die Anreicherung des Urans für Schweizer Atomkraftwerke in Deutschland.

NZZ 24.08.07

Wie Russland den Nuklearsektor ausbauen will (u.a. Anreicherung in Angarsk)

NZZ 07.07.07

Deutliche Argumente dafür, dass es Iran nicht um die zivile Nutzung der Atomenergie geht, sondern um den Aufbau eines Nuklearwaffen-Potentials.

NZZ 26.05.07

Eine pessimistische Einschätzung der Markchancen von Atomkrafz auf einem liberalisierten Strommarkt. Siehe dazu auch die diversen Repliken in der NZZ vom 08.06.07.

NZZ 04.05.07

Australien hat die meisten Uran-Reserven, nutzt die Atomkraft selbst aber nicht. die Regierung will das ändern.

NZZ 07.03.07

Eine Übersicht über die Reaktoren der IV Generation.

NZZ am sonntag 28.01.07

Wie sich der Bundesrat auf neue Atomkraftwerke in der Schweiz festgelegt hat.

Weltwoche 03/07

Grafik mit der Preisentwicklung des Urans seit 1987.

NZZ 12.01.07

Übersicht über die Pläne diverser südostasiatischer Staaten, die Atomkraft auszubauen (in dieser Weltregion stehen derzeit ein Viertel aller Atomreaktoren).

NZZ am Sonntag 07.01.07

Eine Studie, wonach Uran bald einmal knapp werde, gehe von falschen Voraussetzungen aus. Sobald die Uranpreise steigen (und das ist passiert) werden viel mehr Vorkommen rentabel abbaubar - und der Uranpreis ist für den Strompreis bei AKWs marginal.

Nature 23.11.06

Die Entsorgung der britischen Nuklearanlagen soll privatisiert werden. Hier die möglichen Folgen dieses Projektes.

WoZ 03.08.06

In Schweden soll es beinahe ein GAU gegeben haben – was aber kontrovers diskutiert wird. Siehe dazu die NZZ am Sonntag vom 06.08. und die WoZ vom 10.08. Einig ist man sich aber darin, dass die Sicherungssysteme nicht ausreichend gewartet wurden.

NZZ 08.07.06

Die britische Regierung plant, wieder mehr Strom aus Kernkraft zu gewinnen – bald werden wohl andere europäische Staaten nachziehen. Ich denke, die ganze Diskussion um Anreicherung etc. im Iran hat die Entsorgungsfrage in den Hintergrund gerückt und Atomkraft wieder zu einem politischen pro-Issue gemacht.

Nature 15.06.06

Weltweite Übersicht über die Wiederaufbereitungskapazitäten und die entsprechende Politik. Interessant ist, dass Schweden offenbar erstmals an Wiederaufbereitung denkt.

NZZ 17.05.06

Bericht über das Felslabor Mont Terri im Jura (wusste gar nicht, dass dort Endlagerforschung betrieben wurde): Seit zehn Jahren wird dort untersucht, ob sich Tonstein für die Endlagerung eignet. Ein wichtiger Punkt: Diese Abfälle geben über lange Zeit Wärme ab, sind also Energielieferanten. Das werden sich im Verlauf einer solchen Lagerung sicher einige Mikroorganismen zu Nutze machen, denn Energiequellen treiben die Evolution solcher neuer Organismen voran.

NZZ 05.05.06

In Frankreich werden nun Reaktoren der dritten Generation gebaut (EPR-Kraftwerke), die zu einem Exportschlager werden sollen.

NZZ 26.04.06

Die Auswirkungen Tschernobyls auf die AKW-Sicherheitsbestimmungen in der Schweiz Nicht zuletzt wurde danach die Nationale Alarmzentrale als allgemeine Katastrophenmanagement-Behörde aufgebaut. Ein weiterer Artikel zeigt das Problem der Strahlenkrankheit, die eine Transplantation von Knochenmark nötig machen kann und der Einsatz von Robotern für Aufräumarbeiten (hat im Fall von Tschernobyl wenig gebracht). Weitere Artikel thematisieren die Frage nach der Zahl der Opfer. Die Zahl der direkten Todesopfer beträgt 56, die Zahl der mutmasslichen zusätzlichen Krebsopfer schwankt zwischen 9000 (UNO) und 93'000 (Greenpeace). Ein letzter Artikel beschreibt den Reaktortyp genauer.

NZZ 25.04.06

Ein Bericht über damals betroffene der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl aus der Ukraine.

Nature 20.04.06

Tschernobyl wird hier als Anlass genommen, eine Übersicht über die laufenden weltweiten Atomaktivitäten zu geben. Interessant sind die Übersichten zu den Kosten des Kraftwerkbaus und den weltweit geplanten Standorten für Endlager. Erstaunlich ist, dass über die Russen nichts berichtet wird – brauchen die keine Endlager? Ein weiterer Artikel thematisiert die Frage, wie man herausfindet wie viele Opfer es damals gegeben hatte.

NZZ 19.04.06

Die politischen Aspekte der Tschernobyl-Katastrophe: zum einen entlarvte sie die Geheimhaltungspolitik der ehemaligen UdSSR, zum anderen diente sie der späteren Ukraine als ein Mittel für die Devisenbeschaffung.

NZZ 08.04.06

Ein Rückblick auf Tschernobyl von einer damals betroffenen, die evakuiert wurde.

NZZ 03.04.06

Grafik über Produktion und Konsum von Uran von 1945 bis 2025.

NZZ 22.02.06

Zur Suche nach neuen Reaktoren, mit denen die Gefahr einer Gewinnung von waffenfähigem Material reduziert werden kann. Dazu ein weiterer Artikel über Uran-Exploration in Australien.

NZZ am Sonntag 25.09.05

Es häufen sich die kritischen Argumente gegen das Endlager Yucca Mountain in den USA: Das Gebiet wurde primär aus politischen Gründen gewählt, weil der Widerstand gering ist. 70 Milliarden Dollar wurden bisher investiert (öffentlich oder privates Geld?). Das geologische Problem scheint nun der Regen zu sein: es regnet mehr als erwartet und das Gestein lässt mehr Regen durch als erwartet. Das wollte man offenbar vertuschen, hat aber nicht geklappt. Immerhin zeigt die Geschichte, dass man geologische Probleme erkennen kann.

NZZ am Sonntag 25.09.05

Noch glauben die Finanzmärkte nicht an eine Renaissance der Atomkraft, obgleich in Asien wieder kräftig in Reaktoren investiert wird.

Nature 21.07.05

Übersicht zur Fusionsforschung nach dem ITER-Entscheid.

NZZ 29.06.05

Nun ist es klar: ITER wird in Frankreich gebaut, Japan verliert

NZZ 01.06.05

Historischer Überblick zur Fusionsforschung – ein immerhin schon 60 Jahre altes Programm.

NZZ 02.10.04

Zum Stand der Atommüllentsorgung in Schweden – einem Land, das den Ausstieg beschlossen hat. Die Lager sind dort, wo bereits die Reaktoren sind (weil die Akzeptanz höher ist). Die ganze Sache ist aber noch in der Versuchsphase, die Endlagerung soll 2018 beginnen.

Nature 20.05.04

Übersicht über die neuen Reaktortypen, welche im Zeitraum 2020 bis 2025 zur Verfügung stehen könnten. Man gewinnt den Eindruck, dass die Atomwirtschaft jener Wirtschaftszweig ist, der weitaus am langfristigsten denkt – zumindest im Hinblick auf den Zeithorizont.

NZZ am Sonntag 02.05.04

Plädoyer für den Bau neuer Reaktoren in der Schweiz. Kernargumente: Atomstrom hat die billigsten Produktionskosten (externe Kosten eingerechnet – doch da ist der Spielraum gross!). Die externen Kosten fossiler Kraftwerke (Klimawandel – dürfte schwierig zu rechnen sein) sind gross. Neue Reaktortechnologien garantieren Atomstrom bis mindestens 2100 – basierend auf den Ressourcenschätzungen für Uran. Diese Technologie sei aber erst 2030 bereit (wer entwickelt die?).

NZZ 26.01.04

Ein interessanter Vorschlag für die Lösung des Informationsproblem bei Endlagern: Etabliert eine Atompriesterschaft, welche das Wissen über solche Lager von Generation zu Generation übertragen soll.

NZZ 10.12.03

Stand der Dinge im ITER-Fusionsprojekt. Die Standortfrage ist weiterhin nicht entschieden worden.

NZZ 23.07.03

Eine Variante, Waffenplutonium loszuwerden: Eine Reaktor-Kombination vom Plutonium als Neutronen-Lieferant und Thorium als Alternative zu den Mischoxiden (Plutonium-Uran).

NZZ am Sonntag 22.06.03

Sehr bedenklich, wie in den ehemaligen Sowjetrepubliken mit Atomabfällen umgegangen wird. Wie ist heute eigentlich die Lage dort?

NZZ 21.05.03

Beispiel eines AKW-Rückbaus in Deutschland: Würgassen. Abgeschlossen ist die Sache voraussichtlich 2009, kosten soll sie eine Milliarde Euro – insofern erscheinen die in der Schweiz insgesamt veranschlagten Rückbaukosten von 1.5 Milliarden weit untertrieben.

NZZ 08.05.03

Zum Stand der Atom-Akzeptanz in einigen Europäischen Ländern: Deutschland, Frankreich, Schweden, Finnland – alles vorhanden, von Ausstieg bis Ausbau.

Weltwoche 18/03

Übersicht über Atomausstiegs-Varianten. Die Sache ist machbar, die Kosten sollen aber enorm sein. Eher unrealistische Minimalschätzungen sind bei 13 Milliarden, andere bei weit über 60 Milliarden, wobei aber die Zeithorizonte unterschiedlich sind. Das sind grosse Unterschiede die wohl zeigen, dass man eigentlich nicht so recht weiss, was der Ausstieg kosten würde.

NZZ am Sonntag 27.04.03

Plädoyer für das Endlager in Benken. Frage mich aber dennoch, warum man Endlager in dichtbesiedeltem Gebiet bauen soll. Wenn es geologische Zonen mit vergleichbarer Sicherheit in Sibirien gibt, sollte man das dort bauen.

Facts der Wirtschaft 01/03

Interessante Europakarte mit der geographischen Verteilung der AKWs. 29% aller Reaktoren stehen in Frankreich. Auch zur weltweiten Verteilung finden sich hier Zahlen, sowie zum Stromerzeugungs-Mix einzelner Länder.

NZZ am Sonntag 07.04.02

Finnland will wieder Atomkraftwerke bauen und scheint ein bereits weit fortgeschrittenes Programm zur Endlagerung zu haben. Die Finnen brauchen wegen ihrer Industrie (Papier, Holz und Metall) offenbar viel Strom.

NZZ am Sonntag 17.03.02

Kugelhaufenreaktoren als neue (alte) Variante für den Kraftwerksbau – doch damit hat man doch schon lange experimentiert…

Pressetext 05.03.02

Bericht zu einer neuen Variante der kalten Fusion – der sich meines Wissens später als Falschmeldung entpuppte.

SVA Bulletin 3/01

Eine Reihe von Detailinformationen zur Fusions-Technologie. Nicht uninteressant, falls ich mal mehr Infos zum Thema brauche.

Nature 30.08.01

Yucca Mountain könnte ein sehr gefährliches Endlager werden, wenn der erloschene Vulkan (genau das ist dieser Berg) wieder aktiv werden sollte.

NZZ 17.08.01

Stand über die Finanzreserven der Schweizer Atomwirtschaft für die Entsorgung: Knapp 8 Milliarden per Ende 2000. Ein Viertel der geschätzten Entsorgungsaufgaben wurden erledigt (was genau heisst das?), auf 14 Milliarden werden die Kosten insgesamt geschätzt. Die Stillegungskosten (1.5 Milliarden) werden von einem separaten Fonds getragen, der bereits knapp eine Milliarde schwer ist.

Pressetext 09.05.01

Bei Kindern aus Personen, die in Tschernobyl Aufräumarbeiten durchführten, soll sich eine unerwartet hohe Zahl von Mutationen im Erbgut finden.

NZZ 11.12.00

Varianten der Endlagerung. Breitschmid will die Nagra auflösen, weil die Leute dort voreingenommen sind. Er plädiert für eine kontrollierte Langzeitlagerung.

NZZ 13.09.00

Argumente der Atomindustrie gegen die Energievorlagen: Primär läuft das Argument heute über den Treibhauseffekt. Richtig ist sicher, dass ein Abschalten der AKWs bis auf weiteres primär mit fossiler Energie kompensiert werden müsste, denn dass Ausmass der ansonsten anzustrebenden Energieeinsparung dürfte nicht realisierbar sein.

Nature 17.08.00

Eine Prognose, wonach Atomenergie wieder kommen wird und ein schönes Histogramm über Reaktorbestellungen und Bestellungsannulationen. Zwischen 1965 und 1975 war die grosse Zeit der Atomkraft.

NZZ 21.06.00

Eine breite Palette neuer Nuklearsysteme, so beispielsweise Heizreaktoren. Die Sicherheit liesse sich weiter steigern, doch das Entsorgungsproblem bleibt bestehen.

NZZ 09.02.00

Rückblick auf den Nuklearunfall von Tokaimura von 1999, bei der drei Mitarbeiter verstrahlt wurden.

NZZ 08.02.00

Ein neues Lagerkonzept für radioaktive Abfälle: das kontrollierbare Lager. Grundidee ist, den Zugriff auf die Abfälle aufrecht zu erhalten. Im Zeitalter des Terrorismus würden sich hier aber Fragen stellen (Stichwort: schmutzige Bombe).

NZZ 01.12.99

Stand der Fusionsforschung: Man streitet um den Entwurf des nächsten Schritts (Iter) – und vor allem um dem Standort. Erneut zeigt sich die enge Verquickung zwischen Atomtechnologie und nationalem Prestige.

NZZ 28.06.99

Zur Atompolitik in Japan: Das Land hatte (erstaunlicherweise) nie Probleme mit dem Aufbau eines umfassenden zivilen Nuklearprogramms. Erst der Plutonium-Brutreaktor liess die Skepsis steigen. Das Land hatte 1998 24 Tonnen Plutonium, das relativ leicht waffenfähig gemacht werden kann.

NZZ 07.06.99

Zum Stand der Atomwirtschaft in den USA: Offenbar werden die Lizenzen verlängert und die Stromwirtschaft glaubt wieder langsam an die Rentabilität der Atomkraft. Die Lizenzverlängerung würde den erwirtschaftbaren Umsatz mit Atomstrom von 77-101 auf 112-145 Milliarden Dollar erhöhen.

Weltwoche 15.04.99

Zwei Experten über die Zukunftsaussichten der Kernfusion: Keiner wagt eine Prognose, ob die Sache je Erfolg haben wird, ist unklar.

NZZ 24.11.98

Da gab es offenbar eine Arbeitgruppe „Energie-Dialog Entsorgung“, die aber die bipolare Meinungslage nicht durchbrochen hatte.

Bieler Tagblatt 18.08.98

Kampf gegen ein neues Uranbergwerk in Australien. Zudem Hinweise auf den Karachi-See in Sibirien, wo sich radioaktive Abfälle befinden sollen. Habe später nie mehr etwas über diesen See gehört – da müsste man mal nachfassen.

Nature 30.07.98

Wie man das überschüssige Plutonium loswerden könnte: Keine Wiederaufbereitung, sondern das Plutonium im hochradioaktiven Abfall lassen. Dann kann man die Sache weder stehlen noch waffenfähig machen und einlagern muss man den Abfall sowieso

NZZ 29.06.98

Hier wird behauptet, die Schweizer Entsorgungskosten seien nicht gesichert – Zahlen werden aber nicht genannt, ausser solche, die mir viel zu tief erscheinen (330-360 Mio. Franken) – die Rückstellungen der Kraftwerke dafür erreichen doch Milliardenbeträge.

Weltwoche 25.06.98

13 Gründe gegen die Atomkraft: Terrorismusgefahr, auch wenig Radioaktivität schadet, Energiekosten der Uranaufbereitung würden nicht berücksichtigt, Uranabbau ist schädlich, Auftragsrückgang der Kraftwerkbauer würde Sicherheitsstandards senken, Nukleartransporte sind gefährlich, Rückbau ist gefährlich, Endlagerung ist gefährlich, Haftpflicht ist zu hoch, Volk ist dagegen, es wurde in der Vergangenheit zu viel gelogen, Ausstieg ist langwierig, es fehlen die Experten für den Ausstieg. Ich glaube nicht allen Thesen Speichs.

Weltwoche 09.04.98

Neue Varianten, den Sarkophag von Tschernobyl zu erneuern: Ekor, eine Art Silikonschaum.

 

 

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